«Ausgezeichnet!»: BABOOM!!! Kleine Musikgeschichte der Atombombe
vor 3 Wochen
1945 töten die zwei Atombomben in Hiroshima und Nagasaki auf einen
Schlag fast 100'000 Menschen. Ein Ereignis, das sich in der Musik
niederschlägt. In Protestsongs. Aber nicht nur. In der
Musikgeschichte der Atombombe zeigt sich auch eine Menge Sarkas ...
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Beschreibung
vor 3 Wochen
1945 töten die zwei Atombomben in Hiroshima und Nagasaki auf einen
Schlag fast 100'000 Menschen. Ein Ereignis, das sich in der Musik
niederschlägt. In Protestsongs. Aber nicht nur. In der
Musikgeschichte der Atombombe zeigt sich auch eine Menge Sarkasmus
und Verherrlichung der mörderischen Waffe. «Love that Bomb!» singen
«Dr. Strangelove and the Fallouts» 1964, «Not the tiny toy from
Word War I / This one is a million times more fun.» Galgenhumor
angesichts der omnipräsenten Angst vor dem atomaren Wettrüsten im
Kalten Krieg. Ein paar Jahre früher zeichnet die populäre Musik ein
ganz anderes Bild: Obwohl fast 100'000 Menschen unmittelbar nach
den Explosionen sterben, feiert die Mehrheit der US-Popstars die
Atombombe ernsthaft – als Symbol des Sieges und Friedens, das den
Feind Japan in die Knie gezwungen hat. Am Morgen nach dem Fall der
Bombe auf Hiroshima entsteht mit dem fröhlichen Western Swing-Song
«Atomic Power» der erste von zahlreichen Songs über Atombomben.
Diese Songs sind stets ein Sensor der Gesellschaft. So spiegeln
sich in vielen Liedern der 60er die Angst der Bevölkerung vor der
omnipräsenten atomaren Bedrohung: «I want to be normal in every way
/ But a mushroom cloud hangs over my dreams», singt etwa der
Rock'n'Roller Sammy Salvo. Und nach der Nuklearkatastrophe von
Fukushima 2011 wird Protestmusik in Japan zum mächtigen Treiber in
der Anti-Atomkraft-Bewegung. Bleibt noch Nordkorea – welche Rolle
spielt die Musik im aktuellen atomaren Konflikt mit den USA? Die
«Passage» rollt 70 Jahre Atommusik auf und zeigt damit, dass es
sich lohnt, zweimal hinzuhören und sich nicht nur von den
fröhlichen Klängen eines Popsongs täuschen zu lassen. Erstsendung:
29.9.2017 Das Feature wurde mit dem Zürcher Radiopreis 2018
ausgezeichnet.
Schlag fast 100'000 Menschen. Ein Ereignis, das sich in der Musik
niederschlägt. In Protestsongs. Aber nicht nur. In der
Musikgeschichte der Atombombe zeigt sich auch eine Menge Sarkasmus
und Verherrlichung der mörderischen Waffe. «Love that Bomb!» singen
«Dr. Strangelove and the Fallouts» 1964, «Not the tiny toy from
Word War I / This one is a million times more fun.» Galgenhumor
angesichts der omnipräsenten Angst vor dem atomaren Wettrüsten im
Kalten Krieg. Ein paar Jahre früher zeichnet die populäre Musik ein
ganz anderes Bild: Obwohl fast 100'000 Menschen unmittelbar nach
den Explosionen sterben, feiert die Mehrheit der US-Popstars die
Atombombe ernsthaft – als Symbol des Sieges und Friedens, das den
Feind Japan in die Knie gezwungen hat. Am Morgen nach dem Fall der
Bombe auf Hiroshima entsteht mit dem fröhlichen Western Swing-Song
«Atomic Power» der erste von zahlreichen Songs über Atombomben.
Diese Songs sind stets ein Sensor der Gesellschaft. So spiegeln
sich in vielen Liedern der 60er die Angst der Bevölkerung vor der
omnipräsenten atomaren Bedrohung: «I want to be normal in every way
/ But a mushroom cloud hangs over my dreams», singt etwa der
Rock'n'Roller Sammy Salvo. Und nach der Nuklearkatastrophe von
Fukushima 2011 wird Protestmusik in Japan zum mächtigen Treiber in
der Anti-Atomkraft-Bewegung. Bleibt noch Nordkorea – welche Rolle
spielt die Musik im aktuellen atomaren Konflikt mit den USA? Die
«Passage» rollt 70 Jahre Atommusik auf und zeigt damit, dass es
sich lohnt, zweimal hinzuhören und sich nicht nur von den
fröhlichen Klängen eines Popsongs täuschen zu lassen. Erstsendung:
29.9.2017 Das Feature wurde mit dem Zürcher Radiopreis 2018
ausgezeichnet.
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