Wann mit Kieferorthopädie beginnen? Je früher, desto besser Ziele der Behandlung

Wann mit Kieferorthopädie beginnen? Je früher, desto besser Ziele der Behandlung

vor 5 Monaten
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Beschreibung

vor 5 Monaten

Wann mit Kieferorthopädie beginnen? Je früher, desto
besser


Ziele der Behandlung
Kieferorthopädie sorgt für gerade Zähne und korrekt zueinander
passende Kiefer. Gerade Zähne lassen sich besser reinigen und
werden gleichmäßig belastet – das senkt das Risiko für Karies und
Zahnfleischentzündungen. Stimmen Ober- und Unterkiefer überein,
werden auch Kiefergelenke geschont, Kauen und Abbeißen
funktionieren optimal und sogar die Sprachentwicklung kann
profitieren.


Daumenlutschen und Schnuller abgewöhnen (bis 4
Jahre)
Frühe Prävention beginnt bereits im Kleinkindalter.
Daumenlutschen oder dauerhafte Schnullernutzung sollten
spätestens bis zum 4. Lebensjahr beendet sein, da sonst
Kieferverformungen entstehen können. Motivation und
Belohnungssysteme helfen Kindern oft am besten beim Abgewöhnen.
Kieferorthopäden beraten hierzu und stellen bei Bedarf
unterstützende Hilfsmittel bereit.


Früher Behandlungsbeginn bei Progenie (ab 4–5
Jahre)
Bei einem Unterkiefer-Vorbiss (Progenie), meist genetisch
bedingt, sollte die Behandlung möglichst früh starten – oft schon
im Vorschulalter. Die Therapie ist langwierig, da das
Kieferwachstum beobachtet werden muss. In schweren Fällen kann
später zusätzlich ein chirurgischer Eingriff nötig sein.


Milchzähne als Platzhalter (ab ca. 7
Jahre)
Milchzähne halten den Platz für die bleibenden Zähne frei. Gehen
sie zu früh verloren, können Nachbarzähne wandern und spätere
Fehlstellungen verursachen. Deshalb sollte bei frühzeitigem
Zahnverlust eine kieferorthopädische Kontrolle erfolgen; manchmal
ist eine Platzhalter-Spange sinnvoll.


Frühbehandlung (ab ca. 6 Jahre)
Mit Durchbruch der ersten bleibenden Zähne kann eine aktive
Frühbehandlung beginnen, meist mit herausnehmbaren Geräten. Sie
ist besonders wichtig bei großem Abstand zwischen Ober- und
Unterkieferfrontzähnen oder bei Kreuzbiss, um Fehlentwicklungen
von Kiefer und Gelenken zu vermeiden und das Risiko von
Zahnverletzungen zu senken.


Hauptbehandlung (ab ca. 10 Jahre)
Während der zweiten Zahnwechselphase lassen sich Zahnstellung und
Kieferwachstum am effektivsten beeinflussen. Diese Behandlung
dauert häufig 3–4 Jahre. Anschließend stabilisieren
Retentionsgeräte (lose oder feste Halter) das Ergebnis, da Zähne
sonst zur alten Position zurückwandern können.


Behandlung im Erwachsenenalter (ab ca. 18
Jahre)
Auch ohne weiteres Kieferwachstum können Zahnfehlstellungen in
jedem Alter korrigiert werden. Lageveränderungen der Kiefer
selbst sind bei Erwachsenen jedoch meist nur chirurgisch möglich.


Fazit
Eine erste Kontrolle beim Kieferorthopäden wird für jedes Kind
spätestens im Alter von etwa 6½ Jahren empfohlen – bei
Auffälligkeiten auch früher. Frühes Handeln erleichtert die
Behandlung und verbessert die langfristigen Ergebnisse.






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