Funktionskieferorthopädie (FKO)

Funktionskieferorthopädie (FKO)

vor 5 Monaten
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Beschreibung

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Funktionskieferorthopädie (FKO)


Was ist Funktionskieferorthopädie?
Die Funktionskieferorthopädie nutzt das natürliche Wachstum von
Kindern und Jugendlichen, um Kieferfehlstellungen frühzeitig zu
korrigieren. Ziel ist es, Ober- und Unterkiefer in eine
harmonische Position zu bringen, solange sich der Kiefer noch
entwickelt. Meist erfolgt die Behandlung in zwei Phasen: Zunächst
wird die Kieferlage mit funktionskieferorthopädischen Geräten
eingestellt, anschließend korrigiert eine feste Spange die
Zahnstellung. Danach stabilisiert eine Retentionsphase das
Ergebnis.
Da Kieferwachstum notwendig ist, findet diese Therapie
überwiegend im Alter von etwa 6 bis 12 Jahren statt. In
bestimmten Fällen, etwa bei starkem Unterkiefer-Vorbiss
(Progenie), kann sie bereits im Vorschulalter beginnen.


Geräte wie Bionator und Aktivator
Zu den bekanntesten FKO-Apparaturen zählen Bionator, Aktivator
und Funktionsregler. Diese herausnehmbaren Spangen werden täglich
etwa 13 bis 16 Stunden getragen – vor allem nachmittags, abends
und nachts. Beim Essen oder Sport werden sie herausgenommen.
Wichtig sind sorgfältige Pflege und sichere Aufbewahrung in einer
Spangendose.


Die Geräte wirken wie ein Trainingsgerät für die Kaumuskulatur.
Durch das Zusammenspiel von Muskeln, Zähnen und Kiefer wird die
Fehlstellung schrittweise korrigiert. Dabei verändern sich sowohl
die Kieferposition als auch die Zahnstellung.


Vorteile der Funktionskieferorthopädie




Früher Behandlungsbeginn während des Wachstums möglich




Geringere Rückfallneigung, da sich Muskeln und Weichteile an
die neue Kieferlage anpassen




Herausnehmbare Geräte erleichtern die Zahnpflege




Kontrolltermine meist nur alle 6 bis 10 Wochen erforderlich




Mögliche Nachteile
Der Behandlungserfolg hängt stark von der Mitarbeit des Kindes
ab. Ohne konsequentes Tragen ist die Therapie nicht wirksam.
Außerdem reicht die Funktionskieferorthopädie allein oft nicht
aus, sodass später zusätzlich eine feste Zahnspange notwendig
wird, um die Feinkorrektur der Zähne zu erreichen.


Fazit
Eine frühzeitige Untersuchung beim Kieferorthopäden – spätestens
im Alter von etwa 6½ Jahren – ermöglicht es, das Kieferwachstum
optimal zu nutzen und Fehlstellungen schonend zu behandeln.
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