Außenbogen, Pendulum & Co. – die Platzschaffer in der Kieferorthopädie

Außenbogen, Pendulum & Co. – die Platzschaffer in der Kieferorthopädie

vor 5 Monaten
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Beschreibung

vor 5 Monaten

Außenbogen, Pendulum & Co. – die Platzschaffer in der
Kieferorthopädie


In vielen kieferorthopädischen Fällen muss Platz im Zahnbogen
geschaffen werden, damit alle bleibenden Zähne korrekt einordnen
können. Häufig geschieht dies, indem die ersten großen
Backenzähne – die etwa im Alter von 6 bis 7 Jahren durchbrechen –
gezielt nach hinten bewegt werden (Distalisation).


Ein häufiger Grund für Platzmangel ist der vorzeitige Verlust von
Milchzähnen, die eigentlich als natürliche Platzhalter dienen.
Werden keine Lückenhalter eingesetzt, wandern die großen
Backenzähne nach vorne und nehmen den Raum für die nachfolgenden
bleibenden Zähne ein. Um spätere Zahnextraktionen zu vermeiden,
kann versucht werden, diese Backenzähne wieder nach hinten zu
bewegen. Der Erfolg hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor
allem vom rechtzeitigen Behandlungsbeginn. Eine Vorstellung beim
Kieferorthopäden sollte daher möglichst früh erfolgen –
idealerweise bereits um das 7. Lebensjahr.


Herausnehmbare Geräte zur Distalisation
Es gibt mehrere herausnehmbare Apparaturen, die vor allem
nachmittags, abends und nachts getragen werden:




Aktive Platten: Herausnehmbare Spangen mit
Schrauben für Ober- oder Unterkiefer, die regelmäßig
nachgestellt werden.




Headgear (Außenbogen): Überträgt Kräfte von
außen auf die oberen Backenzähne und bewegt sie nach hinten;
wird nur im Oberkiefer eingesetzt.




Lipbumper: Nutzt den Druck der Unterlippe,
um die unteren Backenzähne nach hinten zu bewegen; geeignet
für den Unterkiefer.




Während Schule, Essen und Sport werden diese Geräte in der Regel
herausgenommen.


Feste Distalisationsgeräte
Alternativ gibt es festsitzende Apparaturen wie die
Pendulum-Apparatur für den Oberkiefer. Sie werden unauffällig am
Gaumen befestigt und wirken rund um die Uhr. Ihr großer Vorteil
liegt darin, dass der Behandlungserfolg nicht von der Mitarbeit
des Kindes abhängt. Dennoch bleiben gründliche Zahnpflege und
regelmäßige Kontrollen unerlässlich.


Fazit
Frühes Eingreifen kann Platzprobleme oft lösen und spätere
aufwendige Maßnahmen vermeiden. Kinder sollten deshalb spätestens
im Alter von etwa 7 Jahren kieferorthopädisch untersucht werden,
damit das Kieferwachstum optimal genutzt werden kann.
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