Podcast
Podcaster
Dentition & Zahnwechsel
Du folgst jetzt diesem Podcast.
Beschreibung
vor 5 Monaten
Warum Tiefbiss behandeln?
Ein Tiefbiss liegt vor, wenn die oberen Schneidezähne die unteren
beim Zusammenbeißen stark überdecken, sodass die unteren Zähne
kaum sichtbar sind. Beim sogenannten Deckbiss ist diese
Überdeckung besonders ausgeprägt. Normalerweise beträgt der
Überbiss etwa 2–3 mm.
Ursachen und mögliche Folgen
Ein Tiefbiss entsteht häufig, weil die unteren Frontzähne die
oberen nicht ausreichend stützen. Dadurch können die oberen Zähne
weiter aus dem Kiefer herauswachsen. In schweren Fällen beißen
die unteren Schneidezähne in die Gaumenschleimhaut und
verursachen Verletzungen.
Unbehandelt kann ein Tiefbiss zu Kiefergelenksproblemen, Schäden
am Zahnhalteapparat sowie zu Wachstums- und Bewegungshemmungen
des Unterkiefers führen.
Behandlung im Kindes- und Jugendalter
Die Therapie sollte möglichst während der Wachstumsphase
beginnen, idealerweise etwa im Alter von 10 bis 11 Jahren.
Solange noch Milchzähne vorhanden sind, können herausnehmbare
Spangen eingesetzt werden. Später erfolgt meist eine Behandlung
mit einer festen Zahnspange, oft unterstützt durch spezielle
Hilfsapparaturen.
Hilfsgeräte bei fester Spange
Zur Anhebung des Bisses und zum Schutz der Zahnspange kommen
ergänzende Maßnahmen zum Einsatz, zum Beispiel:
Aufbiss-Nance: Ein Gaumenbügel, der die
Backenzähne stabilisiert und Schäden an der unteren Spange
verhindert.
Bite-Ramps (Turbo-Bites): Kleine
Aufbissflächen hinter den oberen Schneidezähnen, die das
Abbeißen verändern und die unteren Brackets schützen.
Okklusale Aufbisse: Aufbauten auf den
Kauflächen der Backenzähne, die den Biss vorübergehend
erhöhen.
Diese Hilfsmittel unterstützen in der Anfangsphase die Korrektur
des Tiefbisses und verhindern, dass die feste Spange beschädigt
wird.
Behandlung bei Erwachsenen
Auch im Erwachsenenalter ist eine Korrektur möglich, meist mit
fester Spange oder – bei ausgeprägten Fällen – kombiniert mit
kieferchirurgischen Maßnahmen.
Fazit
Ein unbehandelter Tiefbiss kann langfristig zu Beschwerden und
Schäden führen. Deshalb ist eine frühzeitige kieferorthopädische
Kontrolle wichtig – idealerweise bereits im Kindesalter,
spätestens etwa mit 6½ Jahren.
Weitere Episoden
21 Minuten
vor 1 Monat
20 Minuten
vor 1 Monat
20 Minuten
vor 1 Monat
19 Minuten
vor 1 Monat
23 Minuten
vor 1 Monat
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.