Die Einladung einer Akademie zu zwei neuen Veranstaltungen beginnt
mit einer interessanten Frage: Was macht ein gutes Leben aus? Stil,
Haltung, Orientierung – und die Fähigkeit, sich immer wieder neu
auszurichten? Das kann wahrscheinlich jede von uns von Herzen
bejahen.Und in einem der Seminare geht es um das Verhältnis von
Gutem und Schönem. Sind Stil, Etikette und Eleganz bloße
Äußerlichkeiten – oder Ausdruck von Respekt, Aufmerksamkeit und
Haltung?Das ist tatsächlich sehr bedenkenswert und lässt nachdenken
über die Art und Weise unseres Lebens im Hier und Jetzt. Im
täglichen Social Media-Wahnsinn merken viele Menschen, dass genau
das vielen Leuten fehlt. Da gibt es unendlich viel
Respektlosigkeiten, Hass, Häme und Hetze und man fragt besorgt, was
diesen Menschen fehlt, dass sie so geworden sind und so häufig
aggressiv und feindlich auf Kleinigkeiten reagieren. Respekt,
Aufmerksamkeit und Haltung gegenüber jedermann zeigt nämlich auch
heute Wirkung und bremst nicht selten eine bösartige Welle und der
berühmte Shistorm bricht ein.Aber die Frage nach dem, was Haltung
und Orientierung für ein Leben bedeuten, sind nicht neu. Im Brief
des Paulus an die Gemeinde in Rom heißt es:„Das Reich Gottes ist
nicht Essen und Trinken, es ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im
Heiligen Geist. Und wer Christus so dient, wird von Gott anerkannt
und ist bei den Menschen geachtet. Lasst uns also nach dem streben,
was zum Frieden und zum Aufbau (der Gemeinde) beiträgt.“Essen und
Trinken sind notwendig zum Leben, aber es geht um viel mehr. Es
geht um die Art und Weise des Zusammenlebens im persönlichen
familiären Umfeld und im sozialen Raum, der uns
umgibt. Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist
sind hier die Orientierungspunkte, die Paulus der Gemeinde geben
möchte. Und die Aufforderung danach zu streben, was zum Frieden und
zum Aufbau der Gemeinde beiträgt, bleibt Auftrag und Aufgabe für
jeden von uns.
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