Wir sind mitten im Sommer und in vielen Bundesländern sind schon
Ferien. Und auch wenn wir uns bereits über mindestens eine
Hitzewelle beklagt haben, und ich irgendwie mit der Hitze
schlechter klarkomme als noch vor Jahren: Ich mag den Sommer mit so
viel Licht und Wärme. Wenn ich abends vergessen habe, die Jalousien
runter zu ziehen und mich dann morgens nicht der Wecker, sondern
schon die Helligkeit weckt, ist das einfach schön.Und trotz
Heuschnupfen und Allergie: der Sommer riecht auch besonders. Wenn
man morgens das Fenster weit öffnet und die Kühle des Morgens spürt
und vielleicht ein bisschen die Wiese oder die blühenden Pflanzen,
bei uns im Vorgarten den Flox, riechen kann: Für mich sind das die
tollen Momente des Sommers. Und ich denke mir: So könnte das
Paradies sein. Natürlich wissen wir nicht, wie das Ewige Leben sein
wird, auf das wir als Christinnen und Christen ja hoffen. Und so
ein kühler Sommermorgen, der wie ein Versprechen auf einen schönen
Tag erscheint und in dem Moment fast perfekt wirkt: So ähnlich
könnte es doch dann bei Gott sein, oder?Jesus Christus wird in
vielen Bildern beschrieben, eins davon ist das Licht. Oder
vielleicht kennt ihr auch das alte Kirchenlied von Paul
Gerhardt:"Die güldene Sonne bringt Leben und Wonne, die Finsternis
weicht. Der Morgen sich zeiget, die Röte aufsteiget, die Finsternis
weicht.“ Auch wenn der Text uns heute etwas sperrig
daherkommt, beschreibt das Lied sehr treffend die Schönheit der
Natur, wie gut die Sonne uns gerade am Morgen tut und wie sehr sie
ein Bild für Gott ist. Unser Leben ist oft genug laut,
stressig, voller Sorgen – da ist so ein Moment, an dem alles
perfekt scheint, sehr wertvoll. Gott ist nicht nur bei uns, wenn es
uns schlecht geht. Auf ihn können wir uns auch verlassen, wenn wir
zufrieden sind, wenn wir spüren, wie schön das Leben trotz allem
ist. Vielleicht schaffen wir es ja, wenn es früh am Tag so
herrlich nach Sommer riecht, einmal kurz "Danke" zu sagen. Nicht
nur für die Schönheit der Natur, sondern auch, dass ER immer da
ist.
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