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  4. Was Schützen mit Schwestern verbindet
Heute ist hier in Olpe der Schützenfestmontag mit allem Drum und
Dran. Ziemlich früh am Morgen der Gottesdienst für die
Schützen, dann die Totenehrung, dann das Vogelschießen auf dem
Schützenplatz und, und, und. Für uns Olper Franziskanerinnen
hat dieser Tag noch eine andere Bedeutung. Vor 163 Jahren, am
20. Juli 1863, ist ein Brief vom Paderborner Bischof Konrad Martin
angekommen der das Kloster in Olpe für selbständig erklärt und
Schwester Maria Theresia Bonzel als Oberin bestätigt. Seither
gilt dieses Datum als Gründungstag. Seitdem fallen das Olper
Schützenfest am dritten Wochenende im Juli und unser Gründungstag
meist zusammen. Ich habe hier in Olpe gelernt, dass die Aufgabe der
Schützen über viele Jahrhunderte war, die Stadt und seine Menschen
gegen Überfälle und in kriegerischen Handlungen zu schützen. Bevor
es Polizei und Armee gab, waren die wehrfähigen Männer in den
Städten für den Schutz verantwortlich. Und auch heute kümmern sich
Schützen übers Jahr in einigen sozialen Angelegenheiten. Und
die Gründung der Olper Franziskanerinnen ist ähnlich. Sie hat sich
von Anfang an für die Hilfe und den Schutz von Waisenkindern
engagiert und immer mehr Hilfesysteme aufgebaut, dass die damals
ziemlich schutzlosen Kinder leben konnten, zur Schule gehen und
einen Beruf lernen. Später kamen immer neue Aufgaben hinzu.
Schulen für Mädchen, die vorher kein Abitur machen konnten,
Frauenfachschulen, Kindergärten, Krankenhäuser, ambulante
Pflege, Altenheime, Kinder- und Jugendhospiz und so weiter.
Sie hat klugerweise in ihre Ordensstatuten nicht festgelegt, dass
die Schwestern immer nur das eine tun sollten. Sondern sie hat
geschrieben, dass sich die Schwestern immer denen zuwenden
sollten, die besondere Hilfe und Schutz
benötigten. Engagement für die Mitmenschen in der Stadt und
den Schutz für die Schwachen verbinden also die Schützen und die
Schwestern hier. Das ist echt ein Grund zum Feiern und
Zusammensein.
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„Was Schützen mit Schwestern verbindet“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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