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In den Ferien mag ich besonders die Tage, an denen wir keinen Plan
haben. Tage, an denen nichts im Kalender steht. Tage, an denen ich
keine Armbanduhr trage. Für viele meiner Schüler sowieso eher ein
unnötiges Schmuckstück.An solchen Tagen weiß ich morgens manchmal
noch gar nicht, was ich später tun möchte. Und genau das liebe
ich.Ausschlafen. Kaffee trinken. Irgendwann überlegen, ob man lesen
möchte, spazieren geht oder einfach nur in der Hängematte liegen
bleibt.Irgendwie stelle ich mir so manchmal das Paradies vor. Keine
Termine. Kein Zeitdruck. Kein "Ich muss noch schnell…".Und
gleichzeitig merke ich ziemlich schnell: So ganz würde ich
vermutlich gar nicht ins Paradies passen. Zumindest nicht in meiner
Vorstellung davon. Nach ein oder zwei Tagen ohne Aufgabe werde ich
unruhig. Dann mache ich doch wieder irgendwas für die Schule. Nicht
offiziell natürlich. Aber ich lese Fachliteratur oder notiere
Ideen. Dann liege ich mit schwerer pädagogischer Kost, gerne auch
theologischer, in der Hängematte und rede mir ein, das wäre
Erholung.Und vielleicht ist genau das der Punkt: Ich glaube nämlich
gar nicht mehr, dass das Paradies einfach nur ein Ort ist, an dem
man nichts tut. Ich glaube, das Paradies ist eher ein Zustand. Ein
Zustand, in dem der Mensch zufrieden ist. Nicht dauerhaft glücklich
oder euphorisch. Ich glaube, das würde mich auf Dauer sogar
anstrengen. Aber zufrieden.In dem Wort Zufriedenheit steckt für
mich auch Frieden.Und Frieden bedeutet vielleicht gar nicht, dass
alles perfekt ist. Sondern dass etwas in mir ruhig wird. Dass mein
eigenes Ich befriedet ist. Dass Ansprüche und Erholung, Sehnsucht
und Wirklichkeit irgendwie in Balance kommen.So wie ich in der
Hängematte liege, mit einem Buch auf dem Bauch und plötzlich merke:
Genau jetzt muss ich gerade nirgendwo anders sein. Hier bin ich
richtig.Und ich glaube, genau in solchen kleinen Momenten kann man
Gottes Gegenwart spüren. Nicht laut. Nicht spektakulär. Sondern
leise. Wie Frieden eben manchmal ist. Eben leise, schnell zu
überhören.
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„Zufrieden sein“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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