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Beschreibung
vor 1 Monat
Im vierten Teil seiner Reihe zum Werk Domenico Losurdos widmet
sich Andreas Wehr Losurdos Sicht auf die Revolutionen in Russland
und China und die Entwicklung dieser sozialistischen
Gesellschaften. Welche Bilanz zieht Losurdo unter dem realen
Sozialismus? Welche Rolle spielten Staat, Partei und Bürokratie
bei der Analyse des Niedergangs dieser Projekte? Wehr führt in
die verschiedenen inneren und äußeren Faktoren ein, die Losurdo
zur Analyse der Konterrevolution 1990 und der Bewertung des
Realsozialismus anbringt.
Insbesondere Losudos kritische Auseinandersetzungen mit Stalins
Person und seiner Rolle bieten bis heute Anlass zur Diskussion
seiner Positionen. Vor 25 Jahren setzte sich bereits Kurt
Gossweiler mit "Losurdos Flucht aus der Geschichte" ausführlich
auseinander und kritisierte ihn scharf. Ohne dabei die Verdienste
seiner Arbeit zu schmälern, stellte Gossweiler heraus, dass
Losurdo "sich bei seinen Ursachen-Erklärungen unserer Niederlage
zumeist nicht von den geschichtlichen Tatsachen, sondern von
seinen diese Tatsachen oft völlig außer Acht lassenden, sehr
subjektiven Vorstellungen leiten lässt."
Der Vortrag liefert einen Einstieg in die streitbaren Werke des
italienischen Philosophen, die sich mit dem beschäftigen, was wir
häufig als Niederlagenanalyse bezeichnen.
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