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Beschreibung
vor 1 Tag
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Das dritte Kapitel des Buches Esra schildert den geistlichen
Höhenflug der Rückkehrer aus dem babylonischen Exil. Rund sieben
Monate nach ihrer Ankunft in Jerusalem zeigt sich eine
bemerkenswerte Einigkeit im Volk: Statt zuerst an den Stadtmauern
für ihre eigene Sicherheit oder an den getäfelten Privathäusern
zu bauen, richten sie gemeinsam den Altar des Gottes Israels
wieder auf und nehmen den regelmässigen Opferdienst gemäss den
Anweisungen des Gesetzes Mose auf. Damit setzen sie eine klare
geistliche Priorität und bezeugen, dass wahrer Schutz allein vom
Herrn ausgeht und ihm die Ehre gebührt. Dieses Handeln macht
deutlich, dass jede echte Erweckung – damals wie heute – ihre
Wurzeln in der Rückbesinnung auf das unverfälschte Wort Gottes
hat. Der zweite Teil des Kapitels beschreibt die emotionale
Grundlegung des Tempels, bei der selbst Baumaterial unter grossen
Anstrengungen vom Meer hinauf ins Gebirge geschleppt werden
musste. Das Ereignis wird von einem Wechselgesang begleitet, der
die ewige Güte Gottes preist, die sie trotz ihres Versagens
zurück in die Heimat geführt hat. Dabei mischen sich lauter Jubel
der Jüngeren über den Neuanfang und tiefes Weinen der Älteren,
die sich schmerzlich an die verlorene Herrlichkeit des ersten
Tempels und an die eigene Schuld erinnern. Beide Reaktionen sind
berechtigt und spiegeln die Realität des Gläubigen wider: Trauer
über das eigene Versagen, aber unendliche Freude und Lobpreis
über Gottes gnädiges, wiederherstellendes Wirken.
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