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„Passt diese Person zu uns?“ Die Frage klingt vernünftig. Doch
bevor Unternehmen nach Cultural Fit suchen, sollten sie klären:
Was ist eigentlich unsere Kultur?

In dieser Folge sprechen Harald Ackerschott und Henrik Zaborowski
darüber, welche Rolle kulturelle Passung in der
Personalauswahl tatsächlich spielen kann.

Denn Kultur zeigt sich nicht nur in Leitbildern und formulierten
Werten, sondern darin, wie tatsächlich geführt, entschieden,
zusammengearbeitet und mit Konflikten umgegangen wird.
Welche Verhaltensweisen werden belohnt? Was wird
stillschweigend erwartet? Was darf offen angesprochen
werden – und womit eckt man an?

Ebenso wichtig ist ihre Funktion: Unterstützt die bestehende
Kultur die Aufgaben und Ziele der Organisation? Gibt sie
Orientierung und erleichtert Zusammenarbeit? Oder schützt der Ruf
nach kultureller Passung vor allem Gewohnheiten und bedient die
Bedürfnisse einzelner Führungskräfte?

Dabei ist Kultur nicht statisch. Unternehmen,
Aufgaben und Geschäftsmodelle verändern sich. Deshalb reicht es
nicht, Menschen für die Kultur von gestern auszuwählen.
Entscheidend ist auch, welche Kultur künftig gebraucht
wird – und welchen Beitrag neue Mitarbeitende zu ihrer
Weiterentwicklung leisten können.

Ausgangspunkt für gute Personalentscheidungen bleibt die
Eignung für die konkreten Aufgaben: Eine Person muss die
Anforderungen der Rolle bewältigen können. Kulturbezogene
Kriterien können eine Auswahlentscheidung ergänzen –
vorausgesetzt, sie beziehen sich auf reale Arbeitsbedingungen,
tatsächlich gelebte Werte und erfolgskritische Formen der
Zusammenarbeit.

Die Suche nach Menschen, die genauso denken, entscheiden und
handeln wie das bestehende Team, kann kurzfristig angenehm
erscheinen. Langfristig fehlen dann möglicherweise Widerspruch,
neue Perspektiven und notwendige Impulse.

Cultural Fit sollte deshalb nicht die Suche nach
Gleichklang veredeln, sonst wird es ein Kriterium ohne
Bedeutung. Gute Personalentscheidungen brauchen eine
beidseitige, anforderungsbezogene Passung und eine genaue Prüfung
der Frage, welchen zusätzlichen Erkenntniswert kulturelle
Kriterien über die bereits geprüfte Eignung hinaus tatsächlich
liefern.

In dieser Folge geht es unter anderem darum,

was Unternehmenskultur eigentlich ist und woran sie sich im
Arbeitsalltag erkennen lässt

warum Unternehmen ihre bestehende und ihre künftig benötigte
Kultur unterscheiden sollten

wann Cultural Fit die Anforderungen einer Rolle ergänzt und
wann es subjektive Vorlieben verdeckt

wie wir Cultural Fit, fachliche Eignung und Person-Job-Fit
voneinander unterscheiden

warum vage Kulturkriterien Auswahlentscheidungen verzerren
können

wie aus dem Wunsch nach „pflegeleichten“ Mitarbeitenden
homogene Teams entstehen

weshalb unterschiedliche Persönlichkeiten und Perspektiven
eine Organisation weiterbringen können

welche kulturellen und organisatorischen Bedingungen wirklich
erfolgskritisch sein können

warum eine starke Kultur nicht mit Gleichförmigkeit
verwechselt werden sollte

Diese Folge richtet sich an Führungskräfte, Hiring Manager,
Recruiterinnen und Recruiter sowie HR-Verantwortliche, die
genauer entscheiden möchten, was eine Person für eine Rolle
geeignet macht – und welchen Beitrag Unterschiede für ein Team
und eine Organisation leisten können.

Wie gehst Du an das Thema ran? Wir freuen uns auf Deine
Anregungen und Kommentare :-)
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„#5 Cultural Fit: Passung oder Bequemlichkeit?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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