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Beschreibung
vor 15 Stunden
Work-Life-Balance gilt als Versprechen unserer
Zeit: wenigerStress, mehr Leben, mehr Kontrolle. Doch vielleicht
liegt genau darin das Problem. Was, wenn dieses Konzept nicht die
Lösung ist – sondern Ausdruck einer tieferen Verunsicherung?
In einer Welt der permanenten Erreichbarkeit, Selbstoptimierung
und steigenden psychischen Belastungen drängt sich eine unbequeme
Frage auf: Entsteht unser Stress wirklich durch Arbeit – oder
durch die Art, wie wir versuchen, unser Leben zu optimieren?
Gemeinsam mit dem jungen Chirurgen Nikolaus
Strackehinterfrage ich, ob Work-Life-Balance tatsächlich
der Schlüssel zu einem erfüllten Leben ist – oder ob sie selbst
Teil eines kulturellen Missverständnisses geworden ist. Gerade in
Berufen wie der Medizin zeigt sich, dass sich Verantwortung nicht
abschalten lässt, Sinn keinen Feierabend kennt und Berufung weit
über geregelte Arbeitszeiten hinausgeht.
Dabei geht es nicht um schnelle Antworten, sondern um
eintieferes Verständnis: Was, wenn Arbeit nicht
nur Belastung ist, sondern ein wesentlicher Ort von Sinn,
Verantwortung und Identität?
Eine philosophische Spurensuche, inspiriert von ViktorFrankl und
Friedrich Nietzsche – verbunden mit den Fragen unserer Zeit: nach
Leistung, Freiheit, Erschöpfung und dem, was ein erfülltes Leben
wirklich ausmacht.
Ist Work-Life-Balance ein Fortschritt – oder nur einmoderner
Versuch, einer tieferliegenden Sinnfrage
auszuweichen?
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