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Beschreibung
vor 8 Monaten
Schreib uns eine Nachricht Im Gespräch mit Host Rasmus Cloes
erzählte Louisa Kulke, Professorin für Entwicklungspsychologie an
der Universität Bremen, wie digitale Technologien unsere
Wahrnehmung, unser Lernen und die Entwicklung sozialer Fähigkeiten
beeinflussen – von Babys vor dem Tablet bis hin zu Erwachsenen in
der KI-Ära. Louisa Kulke erklärt, dass schon Babys den Unterschied
zwischen realer und virtueller Welt erkennen. In Experimenten
zeigte ihr Team: Selbst drei Monate alte Kinder merken, dass man
mit Menschen am Bildschirm anders interagiert als mit echten
Personen. Babys zeigen Interesse, halten aber soziale Regeln ein,
sie starren zum Beispiel Fremde in der Realität nicht an, obwohl
sie neugierig wären. Kleine Kinder lernen nicht über Bildschirme –
auch nicht mit „Peppa Pig“ auf Englisch. Erst echte soziale
Interaktion ermöglicht Spracherwerb und Lernen. Dieses
„Medien-Defizit“ nimmt mit dem Alter ab. Gleichzeitig warnt Kulke:
Digitale Medien können süchtig machen, vor allem, wenn das Gehirn –
noch in der Entwicklung – die Selbstkontrolle nicht vollständig
beherrscht. In ihrer Forschung vergleicht Louisa echte soziale
Interaktionen mit Video-Calls und virtuellen Szenarien. Ergebnis:
Selbst Video-Gespräche oder Virtual Reality erreichen nicht die
emotionale Tiefe realer Begegnungen. Das Gehirn reagiert anders und
soziale Regeln wie gegenseitiges Wegsehen oder nonverbale Signale
funktionieren digital kaum. Louisa Kulke beschreibt, wie sich
das Gehirn an digitale Reize anpasst. Wenn Kinder oder Erwachsene
ständig 30-Sekunden-Videos sehen, gewöhnt sich das Gehirn an kurze
Aufmerksamkeitszyklen – der „Dauerlauf“ langer Texte fällt
schwerer. Trotzdem warnt sie vor Alarmismus: Jede neue Technik –
vom Buchdruck bis zum Fernsehen – wurde zuerst verteufelt.
Entscheidend sei, kritisch zu prüfen, was stimmt, ob bei TikTok,
ChatGPT oder Tante Erna. Kinder sollten digitale Medien erst unter
Begleitung nutzen. Sie plädiert für frühe Medienbildung: Kinder
sollen lernen, digitale Inhalte zu hinterfragen und selbst kreativ
zu nutzen. Ihr Ausblick: Künftig will sie untersuchen, wie soziale
Interaktionen mit Robotern funktionieren und ob Maschinen
irgendwann menschliche Regeln wirklich verstehen können. Timestamps
00:00 – Echte Welt vs. Bildschirm 04:10 – Lernen braucht
Interaktion 08:15 – Warum Zoom & VR keine echten Begegnungen
ersetzen 15:05 – TikTok, KI & das aufmerksame Gehirn 21:12 –
Wann Kinder Medien nutzen sollten – und was Babys schon wissen
Staff: Host: Rasmus Cloes Redaktion: Maren Emde Regie:
Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio: Tristan Vogel Social
Media: Leonie Hammen Abonniere den Kanal, um keine Folge zu
verpassen, und hinterlasse uns gerne Feedback in den Kommentaren
oder folge uns auf Instagram @digitalpublichealthpodcast
#PublicHealth #healthtech #gesundheit #digitalpublichealth
erzählte Louisa Kulke, Professorin für Entwicklungspsychologie an
der Universität Bremen, wie digitale Technologien unsere
Wahrnehmung, unser Lernen und die Entwicklung sozialer Fähigkeiten
beeinflussen – von Babys vor dem Tablet bis hin zu Erwachsenen in
der KI-Ära. Louisa Kulke erklärt, dass schon Babys den Unterschied
zwischen realer und virtueller Welt erkennen. In Experimenten
zeigte ihr Team: Selbst drei Monate alte Kinder merken, dass man
mit Menschen am Bildschirm anders interagiert als mit echten
Personen. Babys zeigen Interesse, halten aber soziale Regeln ein,
sie starren zum Beispiel Fremde in der Realität nicht an, obwohl
sie neugierig wären. Kleine Kinder lernen nicht über Bildschirme –
auch nicht mit „Peppa Pig“ auf Englisch. Erst echte soziale
Interaktion ermöglicht Spracherwerb und Lernen. Dieses
„Medien-Defizit“ nimmt mit dem Alter ab. Gleichzeitig warnt Kulke:
Digitale Medien können süchtig machen, vor allem, wenn das Gehirn –
noch in der Entwicklung – die Selbstkontrolle nicht vollständig
beherrscht. In ihrer Forschung vergleicht Louisa echte soziale
Interaktionen mit Video-Calls und virtuellen Szenarien. Ergebnis:
Selbst Video-Gespräche oder Virtual Reality erreichen nicht die
emotionale Tiefe realer Begegnungen. Das Gehirn reagiert anders und
soziale Regeln wie gegenseitiges Wegsehen oder nonverbale Signale
funktionieren digital kaum. Louisa Kulke beschreibt, wie sich
das Gehirn an digitale Reize anpasst. Wenn Kinder oder Erwachsene
ständig 30-Sekunden-Videos sehen, gewöhnt sich das Gehirn an kurze
Aufmerksamkeitszyklen – der „Dauerlauf“ langer Texte fällt
schwerer. Trotzdem warnt sie vor Alarmismus: Jede neue Technik –
vom Buchdruck bis zum Fernsehen – wurde zuerst verteufelt.
Entscheidend sei, kritisch zu prüfen, was stimmt, ob bei TikTok,
ChatGPT oder Tante Erna. Kinder sollten digitale Medien erst unter
Begleitung nutzen. Sie plädiert für frühe Medienbildung: Kinder
sollen lernen, digitale Inhalte zu hinterfragen und selbst kreativ
zu nutzen. Ihr Ausblick: Künftig will sie untersuchen, wie soziale
Interaktionen mit Robotern funktionieren und ob Maschinen
irgendwann menschliche Regeln wirklich verstehen können. Timestamps
00:00 – Echte Welt vs. Bildschirm 04:10 – Lernen braucht
Interaktion 08:15 – Warum Zoom & VR keine echten Begegnungen
ersetzen 15:05 – TikTok, KI & das aufmerksame Gehirn 21:12 –
Wann Kinder Medien nutzen sollten – und was Babys schon wissen
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