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Beschreibung
vor 7 Monaten
Schreib uns eine Nachricht Im Gespräch mit Host Rasmus Cloes
erzählt Prof. Dr.-Ing. Tanja Schultz, wie sie am Cognitive Systems
Lab der Universität Bremen an der Schnittstelle zwischen Körper und
Künstlicher Intelligenz forscht. Ihr Team untersucht Biosignale –
elektrische, akustische oder muskuläre Aktivitäten des Körpers – um
daraus zu verstehen, wie wir uns verhalten und wie Maschinen daraus
lernen können, uns besser zu verstehen. Besonders stolz ist
sie auf die Forschung zur lautlosen Kommunikation, bei der Sensoren
im Gesicht Muskelaktivität messen und daraus Sprache
rekonstruieren. Eine Chance für Menschen, die nicht mehr sprechen
können. Mit dem neuen Projekt Biosignals Hub will Tanja einen Ort
schaffen, an dem Bürger:innen selbst erfahren, was es bedeutet,
wenn Körperdaten gesammelt, geteilt und verarbeitet werden. Dafür
entsteht in Bremen eine große Infrastruktur: Server mit 40 Petabyte
Speicher, neue Sensorik und mobile Geräte, die Biosignale im Alltag
aufzeichnen können. Die Teilnehmenden entscheiden selbst, wann und
was sie aufzeichnen. Ein Gegenentwurf zu den undurchsichtigen
Datensammlungen großer Tech-Konzerne. Das Ziel ist nicht nur
Forschung, sondern Aufklärung: Der Biosignals Hub soll Transparenz
schaffen, welche Daten wir preisgeben und welche Macht darin liegt.
Tanja betont, dass Menschen bewusst entscheiden sollten, ob und wie
sie ihre Daten teilen wollen. Nur wer versteht, was gesammelt wird,
kann sich wirklich dafür oder dagegen entscheiden. Bremen, so
Tanja, sei mit seiner Universitätskultur und der Forschungsfreiheit
der ideale Ort für dieses Projekt. Parallel dazu arbeitet sie in
der DFG-Forschungsgruppe Lifespan AI, die gemeinsam mit dem
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS
Methoden entwickelt, um Gesundheit und Krankheit über die gesamte
Lebensspanne vorherzusagen. Dabei werden Kohortendaten mit neuen
Biosignal-Aufzeichnungen kombiniert, um langfristige Muster besser
zu erkennen. So entstehen Brücken zwischen klassischer
Epidemiologie und KI-basierter Sensorforschung. Am Ende spricht
Tanja über die gesellschaftliche Dimension ihrer Arbeit: Über
Machtfragen, über die Verantwortung der Forschung und über neue
Rechte, die wir brauchen – etwa das „Recht auf Vergessen“ in der
KI. Sie fordert, dass Systeme lernen müssen, nicht nur Daten zu
löschen, sondern auch das Gelernte wieder zu vergessen. Nur so
könne Technologie menschlicher werden. Ihre Vision: eine digitale
Zukunft, in der Aufklärung, Freiheit und Technologie nicht
gegeneinander, sondern miteinander wirken. Timestamps 00:00 –
00:03:30 · Einführung - was sind Biosignale 00:03:30 – 00:08:50 ·
Biosignale, Sensorik und der Weg zum Biosignals Hub 00:08:50 –
00:13:30 · Infrastruktur, Datenspende und Portal-Idee 00:13:30 –
00:20:50 · Lifespan AI, Kooperation mit dem BIPS und neue
Forschungsansätze 00:20:50 – 00:32:00 · Ethik, Datensouveränität
und das Recht auf Vergessen Staff: Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko
Audio: Tristan Vogel Social Media: Leonie Hammen Abonniere den
Kanal, um keine Folge zu verpassen, und hinterlasse uns gerne
Feedback in den Kommentaren oder folge uns auf Instagram
@digitalpublichealthpodcast #PublicHealth #healthtech #gesundheit
#digitalpublichealth
erzählt Prof. Dr.-Ing. Tanja Schultz, wie sie am Cognitive Systems
Lab der Universität Bremen an der Schnittstelle zwischen Körper und
Künstlicher Intelligenz forscht. Ihr Team untersucht Biosignale –
elektrische, akustische oder muskuläre Aktivitäten des Körpers – um
daraus zu verstehen, wie wir uns verhalten und wie Maschinen daraus
lernen können, uns besser zu verstehen. Besonders stolz ist
sie auf die Forschung zur lautlosen Kommunikation, bei der Sensoren
im Gesicht Muskelaktivität messen und daraus Sprache
rekonstruieren. Eine Chance für Menschen, die nicht mehr sprechen
können. Mit dem neuen Projekt Biosignals Hub will Tanja einen Ort
schaffen, an dem Bürger:innen selbst erfahren, was es bedeutet,
wenn Körperdaten gesammelt, geteilt und verarbeitet werden. Dafür
entsteht in Bremen eine große Infrastruktur: Server mit 40 Petabyte
Speicher, neue Sensorik und mobile Geräte, die Biosignale im Alltag
aufzeichnen können. Die Teilnehmenden entscheiden selbst, wann und
was sie aufzeichnen. Ein Gegenentwurf zu den undurchsichtigen
Datensammlungen großer Tech-Konzerne. Das Ziel ist nicht nur
Forschung, sondern Aufklärung: Der Biosignals Hub soll Transparenz
schaffen, welche Daten wir preisgeben und welche Macht darin liegt.
Tanja betont, dass Menschen bewusst entscheiden sollten, ob und wie
sie ihre Daten teilen wollen. Nur wer versteht, was gesammelt wird,
kann sich wirklich dafür oder dagegen entscheiden. Bremen, so
Tanja, sei mit seiner Universitätskultur und der Forschungsfreiheit
der ideale Ort für dieses Projekt. Parallel dazu arbeitet sie in
der DFG-Forschungsgruppe Lifespan AI, die gemeinsam mit dem
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS
Methoden entwickelt, um Gesundheit und Krankheit über die gesamte
Lebensspanne vorherzusagen. Dabei werden Kohortendaten mit neuen
Biosignal-Aufzeichnungen kombiniert, um langfristige Muster besser
zu erkennen. So entstehen Brücken zwischen klassischer
Epidemiologie und KI-basierter Sensorforschung. Am Ende spricht
Tanja über die gesellschaftliche Dimension ihrer Arbeit: Über
Machtfragen, über die Verantwortung der Forschung und über neue
Rechte, die wir brauchen – etwa das „Recht auf Vergessen“ in der
KI. Sie fordert, dass Systeme lernen müssen, nicht nur Daten zu
löschen, sondern auch das Gelernte wieder zu vergessen. Nur so
könne Technologie menschlicher werden. Ihre Vision: eine digitale
Zukunft, in der Aufklärung, Freiheit und Technologie nicht
gegeneinander, sondern miteinander wirken. Timestamps 00:00 –
00:03:30 · Einführung - was sind Biosignale 00:03:30 – 00:08:50 ·
Biosignale, Sensorik und der Weg zum Biosignals Hub 00:08:50 –
00:13:30 · Infrastruktur, Datenspende und Portal-Idee 00:13:30 –
00:20:50 · Lifespan AI, Kooperation mit dem BIPS und neue
Forschungsansätze 00:20:50 – 00:32:00 · Ethik, Datensouveränität
und das Recht auf Vergessen Staff: Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko
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