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Beschreibung
vor 3 Monaten
Schreib uns eine Nachricht In der aktuellen Folge des Digital
Public Health Podcast spricht Host Rasmus Cloes mit Dr. Serge
Autexier, dem Leiter des Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAALL)
am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in
Bremen. In einer nachgebauten Wohnung erforscht das Team, wie
Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen und Assistenzsysteme
Menschen im Alltag unterstützen können. Serge erklärt, warum
das Living Lab nicht „Smart-Home-Spielzeug“ zeigt, sondern
Alltagstauglichkeit prüft: Welche Technik hilft wirklich? Was ist
intuitiv bedienbar? Und was braucht es, damit eine Umgebung
„intelligent“ wird – ohne dass sie Menschen überfordert oder ihnen
Entscheidungen abnimmt, die sie selbst treffen wollen? Ein
zentrales Thema ist die Lücke zwischen Forschung und Produkt. Im
BAALL entstehen Demonstratoren, die Besuchende oft sofort
überzeugen – inklusive der typischen Frage: „Warum gibt es das
nicht zu kaufen?“ Serge beschreibt, warum Projektlogiken,
Zuständigkeiten und Marktreife oft verhindern, dass gute Ideen
direkt als Produkt landen – auch wenn Teilideen später an anderer
Stelle wieder auftauchen. Konkretes Beispiel: Sturzprävention mit
einem „smarten Rollator“. Aus der Praxis kam der Hinweis, dass
falsch genutzte Rollatoren mit höherem Sturzrisiko zusammenhängen.
In einem Projekt wurden Bewegungsdaten aufgenommen, durch
Physiotherapeut:innen bewertet und genutzt, um eine KI zu
trainieren, die Fehlbedienung erkennt und Hinweise geben kann. Das
zeigt, wie nah KI im Gesundheitswesen an echter Prävention sein
kann – und wie schnell man dann bei Fragen nach
Medizinproduktanforderungen, Evidenz und Finanzierung ankommt. Auch
geht es um Datenintegration: Wie kann man Krankenhausdaten und
Alltagsdaten zusammenbringen, um Prognosen zu verbessern – etwa zur
Steigerung der Lebensqualität bei Menschen nach einer
Krebstherapie? Serge macht deutlich, warum das in der Praxis so
schwer ist: Daten sind oft nicht verfügbar, Fragen im Kontext von
Ethik und IT-Sicherheit kosten Zeit, und am Ende bleibt in vielen
Projekten zu wenig Raum für saubere Evaluation. Zum Schluss ordnet
Serge den KI-Hype ein: Große Sprachmodelle sind im BAALL nicht
„einfach Teil der Lösung“ – Datenschutz, lokale Verarbeitung und
Zuverlässigkeit sind gerade bei vulnerablen Gruppen entscheidend.
Der Fokus liegt deshalb auf robusten, sicheren Systemen, die auf
kleinen Geräten laufen können, nicht „mithören“ müssen und im
Alltag nicht plötzlich ausfallen. Und er erklärt, warum viele
Assistenzideen nicht an der Technik scheitern, sondern an
Umsetzungspfaden: Wer baut es? Wer haftet? Wer bezahlt? Und wer
weist den Nutzen nach? Staff: Host: Rasmus Cloes Redaktion:
Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio:
Tristan Vogel Social Media: Leonie Hammen Abonniere den Kanal, um
keine Folge zu verpassen, und hinterlasse uns gerne Feedback in den
Kommentaren oder folge uns auf Instagram
@digitalpublichealthpodcast #PublicHealth #healthtech #gesundheit
#digitalpublichealth
Public Health Podcast spricht Host Rasmus Cloes mit Dr. Serge
Autexier, dem Leiter des Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAALL)
am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in
Bremen. In einer nachgebauten Wohnung erforscht das Team, wie
Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen und Assistenzsysteme
Menschen im Alltag unterstützen können. Serge erklärt, warum
das Living Lab nicht „Smart-Home-Spielzeug“ zeigt, sondern
Alltagstauglichkeit prüft: Welche Technik hilft wirklich? Was ist
intuitiv bedienbar? Und was braucht es, damit eine Umgebung
„intelligent“ wird – ohne dass sie Menschen überfordert oder ihnen
Entscheidungen abnimmt, die sie selbst treffen wollen? Ein
zentrales Thema ist die Lücke zwischen Forschung und Produkt. Im
BAALL entstehen Demonstratoren, die Besuchende oft sofort
überzeugen – inklusive der typischen Frage: „Warum gibt es das
nicht zu kaufen?“ Serge beschreibt, warum Projektlogiken,
Zuständigkeiten und Marktreife oft verhindern, dass gute Ideen
direkt als Produkt landen – auch wenn Teilideen später an anderer
Stelle wieder auftauchen. Konkretes Beispiel: Sturzprävention mit
einem „smarten Rollator“. Aus der Praxis kam der Hinweis, dass
falsch genutzte Rollatoren mit höherem Sturzrisiko zusammenhängen.
In einem Projekt wurden Bewegungsdaten aufgenommen, durch
Physiotherapeut:innen bewertet und genutzt, um eine KI zu
trainieren, die Fehlbedienung erkennt und Hinweise geben kann. Das
zeigt, wie nah KI im Gesundheitswesen an echter Prävention sein
kann – und wie schnell man dann bei Fragen nach
Medizinproduktanforderungen, Evidenz und Finanzierung ankommt. Auch
geht es um Datenintegration: Wie kann man Krankenhausdaten und
Alltagsdaten zusammenbringen, um Prognosen zu verbessern – etwa zur
Steigerung der Lebensqualität bei Menschen nach einer
Krebstherapie? Serge macht deutlich, warum das in der Praxis so
schwer ist: Daten sind oft nicht verfügbar, Fragen im Kontext von
Ethik und IT-Sicherheit kosten Zeit, und am Ende bleibt in vielen
Projekten zu wenig Raum für saubere Evaluation. Zum Schluss ordnet
Serge den KI-Hype ein: Große Sprachmodelle sind im BAALL nicht
„einfach Teil der Lösung“ – Datenschutz, lokale Verarbeitung und
Zuverlässigkeit sind gerade bei vulnerablen Gruppen entscheidend.
Der Fokus liegt deshalb auf robusten, sicheren Systemen, die auf
kleinen Geräten laufen können, nicht „mithören“ müssen und im
Alltag nicht plötzlich ausfallen. Und er erklärt, warum viele
Assistenzideen nicht an der Technik scheitern, sondern an
Umsetzungspfaden: Wer baut es? Wer haftet? Wer bezahlt? Und wer
weist den Nutzen nach? Staff: Host: Rasmus Cloes Redaktion:
Maren Emde Regie: Sebastian Budde Kamera: Thomas Leleko Audio:
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