Licht im DunkelHerzlich willkommen am Dienstag.Offiziell ist der
Sommer jetzt da. Es ist der meteorologische Sommeranfang am 1. Juni
gewesen.Aber wir hatten ja schon ganz viel Sommer: Hitze,
Trockenheit, Gewitter, Starkregen und so weiter. Während die einen
über die Hitze stöhnen, freuen sich die anderen über den Besuch im
Freibad oder am Badesee.Wenn ich morgens aus dem Fenster schaue,
dann ist die Sonne in diesen Tagen meist schon da. An manchen Tagen
aber ist es noch sehr trüb und sie muss sich erst einmal durch die
Wolken kämpfen und schafft das nur mühsam.Die Kirche deutet in
vielen Bildern die Sonne auch als ein Symbol für Jesus Christus,
das Licht, das uns den Tag hell macht. Und so lese ich im Hymnus
des heutigen Morgengebets:"Nacht und Gewölk und Finsternis,
verworrnes Chaos dieser Welt, entweicht und flieht! Das Licht
erscheint, der Tag erhebt sich: Christus naht.“Ist das nicht ein
schöner Text? Jesus Christus bringt Licht ins Dunkel.Es ist aber
nicht nur die Dunkelheit um uns herum, die hell erleuchtet wird.
Manch einer trägt auch in sich Dunkelheit und Traurigkeit. Und
darauf spricht dann die dritte Strophe an:"So soll, was in uns
dunkel ist, was schwer uns auf dem Herzen liegt, aufbrechen unter
deinem Licht und dir sich öffnen, Herr und Gott.“Hast Du schon
einmal frühmorgens in aller Ruhe einen Sonnenaufgang beobachtet?
Gerade jetzt, wenn die Natur langsam aus dem Schlaf erwacht, dann
bereitet das einem viel Freude.Und ich merke dann auch, dass die
Traurigkeit, die ich manchmal in meinem Herzen trage, oder die
Sorgen und Nöte, die ich so mit mir herumschleppe, dann hell
erleuchtet werden und so etwas wie Freude und Dankbarkeit in mir
aufkommt, weil ich weiß, dass Gott mich kennt und in mein Herz
schaut:"Blick tief in unser Herz hinein, sieh unser ganzes Leben
an: noch manches Arge liegt in uns, was nur dein Licht erhellen
kann“,heißt es dann in der nächsten Strophe des
Morgen-Hymnus'.Lassen wir uns also an diesem Morgen, aber auch an
den anderen Tagen vom Licht Gottes, von Jesus Christus hell
erleuchten und geben dieses Licht auch an unsere Mitmenschen
weiter.
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