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Beschreibung
vor 1 Tag
Deutschland steht nach Ansicht des Ökonomen Niko Kolev vor einer
Entwicklung, deren Folgen mit dem Strukturbruch nach dem
Mauerfall vergleichbar sein könnten. Seine Sorge gilt vor allem
der zunehmenden Auswanderung gut ausgebildeter und
leistungsstarker Fachkräfte, die Deutschland im globalen
Wettbewerb um Talente immer häufiger verlassen. Problematisch sei
dabei nicht die Auswanderung einzelner Menschen, sondern die
Gefahr eines schleichenden Kipp-Punkts: Wenn vor allem junge,
qualifizierte und international gefragte Arbeitskräfte gehen,
verliert das Land nicht nur Fachwissen und Innovationskraft,
sondern auch einen Teil seiner wirtschaftlichen Dynamik und
Steuerbasis. Als Ursachen nennt Kolev unter anderem hohe Abgaben,
ausufernde Bürokratie und eine wachsende Unzufriedenheit mit den
politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Während
andere Staaten gezielt um hoch qualifizierte Arbeitskräfte
werben, drohe Deutschland an Attraktivität zu verlieren. Die
eigentliche Gefahr bestehe darin, dass dieser Prozess lange
unterschätzt werde – bis seine Auswirkungen auf Wohlstand,
Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Stabilität
unübersehbar werden.
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Redaktion: Antonia Beckermann & Josefin Herrmann
Produktion: Serdar Deniz
Impressum:
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Datenschutz:
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