Warum «christlicher Nationalismus» ein Widerspruch in sich ist

Warum «christlicher Nationalismus» ein Widerspruch in sich ist

vor 3 Tagen
Die meisten Kirchen halten «christlichen Nationalismus» für paradox. Er entstelle und gefährde das Christentum, warnt etwa Washingtons Bischöfin Mariann Budde. Anti-demokratische Bewegungen geben vor, «christliche Werte» zu schützen, auch in Europa. - ...
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vor 3 Tagen
Die meisten Kirchen halten «christlichen Nationalismus» für
paradox. Er entstelle und gefährde das Christentum, warnt etwa
Washingtons Bischöfin Mariann Budde. Anti-demokratische Bewegungen
geben vor, «christliche Werte» zu schützen, auch in Europa. -
EVP-Nationalrat Marc Jost ist alarmiert. Die USA feiern gerade ihr
250-jähriges Bestehen. Vielen dort gilt ihr Land als «God’s own
country». Das war lange nicht nationalistisch, sondern patriotisch
gemeint. Die USA stehen seit 250 Jahren für «Religionsfreiheit für
alle». – Das scheint sich unter der Trump-Administration zu
wandeln. Verteidigungsminister Pete Hegseth spricht von der
Wiedergeburt einer rein «christian nation». Und Aussenminister
Marco Rubio sagt, die Seele der US-Nation sei schon immer
christlich gewesen. Diese Haltung ist zwar Minderheitenmeinung in
der US-Bevölkerung. Aber sie macht Sorgen. Auch in Europa - in
Russland, Polen oder Ungarn unter Viktor Orbán - zeigten sich die
demokratiefeindlichen Tendenzen von sogenannt christlichem
Nationalismus. Davor warnt der christliche Schweizer Politiker und
EVP-Nationalrat Marc Jost. Im sogenannt «christlichen
Nationalismus» würden christliche Werte missbraucht, um eine
unmenschliche Machtpolitik zu legitimieren. Echte christliche Ethik
etwa würde niemals die Ausgrenzung von Menschen oder Gewalt gegen
Geflüchtete stützen. Die Regierenden in den USA oder Russland
berufen sich in ihrer Kriegspolitik auf Gott und die Bibel. Wie
kann das sein? Und wie gefährlich ist sogenannt «christlicher
Nationalismus» für die Welt? Das fragen wir EVP-Nationalrat Marc
Jost in dieser Ausgabe von Perspektiven. Autorin: Judith Wipfler
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