Kirche und Macht F7: Machtfallen in Kirche und Leitung

Kirche und Macht F7: Machtfallen in Kirche und Leitung

vor 1 Woche
Gespräche über einen ehrlichen und hoffnungsvollen Glauben mit Lukas Amstutz und Martin Benz vom Bildungszentrum Bienenberg (Folge 1)

Beschreibung

vor 1 Woche
Kirche und Macht F7: Machtfallen in Kirche und Leitung In der
siebten Folge der Staffel „Kirche und Macht“ nehmen Lukas Amstutz
und Martin Benz vom Bildungszentrum Bienenberg die sogenannten
„Machtfallen“ unter die Lupe. Warum neigen gerade christliche
Gemeinden dazu, Machtstrukturen zu tabuisieren, und wie entstehen
dadurch gefährliche Dynamiken im Verborgenen? Anhand einer
bekannten Bibelpassage und psychologischer Modelle werden vier
konkrete Machtfallen entlarvt, in die Leitende und Denominationen
besonders leicht hineintappen. Die 4 Machtfallen im Überblick 1.
Das Machtgerangel im Verborgenen (Die Pseudo-Hierarchiefreiheit) -
Die Falle: Besonders in Gemeinden, die von sich behaupten, „völlig
hierarchiefrei“ und „alle gleich“ zu sein, entsteht oft ein
Leitungsvakuum. - Die Dynamik: Da Macht nicht offiziell und
transparent verteilt ist, verlagert sich das Machtgerangel hinter
den Rücken der Verantwortlichen. Es kommt zu Allianzen,
Manipulationen und informellen Hierarchien. - Der Ausweg: Offene
und transparente Diskussionen darüber, wie Macht in einer Gruppe
tatsächlich verteilt ist und wie Rollen definiert sind. 2. Der
Erfolgsdruck und die Performance-Mentalität - Die Falle: Kirchen
stehen oft unter dem Druck, „Gottes Vorzeigeprojekt“ auf Erden zu
sein. Unvollkommenheit, Scheitern und Schwäche haben in dieser
Mentalität keinen Platz. - Die Dynamik: Um den vermeintlich nötigen
Erfolg zu garantieren, wird charismatischen
Führungspersönlichkeiten uneingeschränktes Vertrauen und
unkontrollierte Machtbefugnis übertragen. Methoden aus der
Wirtschaftswelt werden blind kopiert, während das biblische Modell
des „Kindes in der Mitte“ (das Zulassen von Schwäche) verloren
geht. 3. Komplexe Entscheidungssituationen & die Sehnsucht nach
einfachen Lösungen - Die Falle: Das Leben und die Gemeindeleitung
sind oft komplex oder gar chaotisch. Es gibt keine einfachen
Ursache-Wirkungs-Prinzipien mehr, sondern viel Unsicherheit. - Die
Dynamik: Aus mangelnder Ambiguitätstoleranz (der Fähigkeit,
Unsicherheiten auszuhalten) sehnen sich Menschen nach
Schwarz-Weiß-Antworten. Wer als Leiter einfache, vermeintlich
unfehlbare Lösungen präsentiert, bekommt enormen Zulauf und Macht.
- Der Ausweg: Es braucht Leitungskompetenz, die Menschen durch die
Unsicherheit führt (prophetische/poetische Leitung), statt
Scheinklarheiten zu verkaufen. 4. Unreflektierte Persönlichkeit
Orientiert an der Transaktionsanalyse wird gezeigt, wie unbewusste
Ich-Zustände die Machtausübung toxisch machen:
Persönlichkeitstypologien - Der Unterdrücker-Typ (Kritisches
Eltern-Ich): Regiert über die Schiene der Moral. Er nutzt Angst,
Warnungen und Drohungen, um die Gemeinde im Zaum zu halten. - Der
Retter-Typ (Fürsorgliches Eltern-Ich): Agiert scheinbar selbstlos
und überfürsorglich, nimmt den Menschen aber jegliche
Eigenverantwortung ab. Das entmündigt die Gemeinde und bindet sie
in ungesunder Weise an die Leitung. Fazit & Ausblick Macht an
sich ist nicht das Problem – sie ist immer vorhanden. Toxisch wird
sie erst im Verborgenen und wenn es an Selbstreflexion fehlt. Der
Heilige Geist stellt uns auch heute die Frage, die Jesus den
Jüngern stellte: „Was habt ihr auf dem Weg miteinander besprochen?“
In der nächsten und finalen Folge in zwei Wochen geht es darum,
welche gesunden Strukturen und Haltungen helfen, diesen Machtfallen
dauerhaft zu entgehen. Über Glaubenswert: Der Podcast des
Bildungszentrums Bienenberg mit Lukas Amstutz und Martin Benz.
Weitere Infos, Seminare und Angebote finden Sie unter
www.bienenberg.ch Was denkst Du zu dieser Folge? Fragen und
Anregungen? bildungszentrum@bienenberg.ch
https://de.bienenberg.ch/medien/glaubenswert-podcast
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