Hate Speech und Bürger:innen-Dialog auf Social Media mit Birand Bingül, Leiter der ARD-Kommunikation (E 76)
vor 4 Jahren
In dieser Episode von Talking Digital spricht Birand Bingül, Leiter
der ARD-Kommunikation mit Kristin und Timo über die
Herausforderungen bei der Unternehmenskommunikation der ARD.
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Beschreibung
vor 4 Jahren
WDR, NDR, SWR, HR … die Liste der Sender des ersten
öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramm Deutschlands – der ARD – ist
lang. 15 Sender sind es insgesamt, mehr als 100 Kanäle gilt es zu
bespielen und täglich unzählige Themen zu bearbeiten. Die
ARD-Kommunikation unterliegt einer sehr komplizierten
Stakeholder-Landschaft mit unterschiedlichen Ansprüchen, die es
gilt im Blick zu behalten. „Gerade das macht es doch spannend”,
findet Birand Bingül, seit 2020 Leiter der ARD-Kommunikation. Der
ehemalige Journalist und Buchautor ist mit seinem Team für den
direkten Austausch mit Medien und Zuschauer:innen über Social
Media, Content auf eigenen Kanälen und durch Kampagnen und bei
Events zuständig. Social Media spielt dabei auch in der
ARD-Kommunikation eine immer größere Rolle. Von frühmorgens bis in
die späten Abendstunden betreibt das ARD Social Media Team
Monitoring und Community Management, um angemessen und schnell auf
Hate Speech im Netz, genauso aber auch auf berechtigte Kritik
reagieren zu können. „Schweigen auf Social Media ist keine
Antwort”, findet Bingül. Gerade in Hinblick auf „Trolle“ im Netz,
die bewusst Krach um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk machen.
Außerdem sei man viel glaubwürdiger, wenn man zu den Zeiten im Netz
unterwegs ist, zu denen es auch die Community ist. Bei seiner
Kommunikation versucht das Team von Bingül, immer sachlich zu
agieren, wenn möglich aber auch mit einem kleinen Augenzwinkern und
Haltung: „Wir sagen offen und ehrlich, wenn wir etwas nicht richtig
gemacht haben. Keiner gibt Fehler gerne zu. Aber schließlich machen
wir unseren Content im Auftrag der Bürger:innen, die dafür zahlen.”
Und die größten Herausforderungen für die Unternehmenskommunikation
in der Zukunft? Zum einen gehe es darum, folgende Fragen
beantworten zu können: „Gibt es Klarheit und Commitment auf allen
Ebenen, was kommuniziert wird und bin ich in der Lage, das richtig
rüber zu bringen“? An zweiter Stelle nennt Bingül die Bedeutung von
Künstlicher Intelligenz (KI), die aus seiner Sicht großes Potenzial
besitzt. „KI wird unsere Kommunikation nicht übernehmen, uns aber
sicherlich dabei unterstützen.“
öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramm Deutschlands – der ARD – ist
lang. 15 Sender sind es insgesamt, mehr als 100 Kanäle gilt es zu
bespielen und täglich unzählige Themen zu bearbeiten. Die
ARD-Kommunikation unterliegt einer sehr komplizierten
Stakeholder-Landschaft mit unterschiedlichen Ansprüchen, die es
gilt im Blick zu behalten. „Gerade das macht es doch spannend”,
findet Birand Bingül, seit 2020 Leiter der ARD-Kommunikation. Der
ehemalige Journalist und Buchautor ist mit seinem Team für den
direkten Austausch mit Medien und Zuschauer:innen über Social
Media, Content auf eigenen Kanälen und durch Kampagnen und bei
Events zuständig. Social Media spielt dabei auch in der
ARD-Kommunikation eine immer größere Rolle. Von frühmorgens bis in
die späten Abendstunden betreibt das ARD Social Media Team
Monitoring und Community Management, um angemessen und schnell auf
Hate Speech im Netz, genauso aber auch auf berechtigte Kritik
reagieren zu können. „Schweigen auf Social Media ist keine
Antwort”, findet Bingül. Gerade in Hinblick auf „Trolle“ im Netz,
die bewusst Krach um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk machen.
Außerdem sei man viel glaubwürdiger, wenn man zu den Zeiten im Netz
unterwegs ist, zu denen es auch die Community ist. Bei seiner
Kommunikation versucht das Team von Bingül, immer sachlich zu
agieren, wenn möglich aber auch mit einem kleinen Augenzwinkern und
Haltung: „Wir sagen offen und ehrlich, wenn wir etwas nicht richtig
gemacht haben. Keiner gibt Fehler gerne zu. Aber schließlich machen
wir unseren Content im Auftrag der Bürger:innen, die dafür zahlen.”
Und die größten Herausforderungen für die Unternehmenskommunikation
in der Zukunft? Zum einen gehe es darum, folgende Fragen
beantworten zu können: „Gibt es Klarheit und Commitment auf allen
Ebenen, was kommuniziert wird und bin ich in der Lage, das richtig
rüber zu bringen“? An zweiter Stelle nennt Bingül die Bedeutung von
Künstlicher Intelligenz (KI), die aus seiner Sicht großes Potenzial
besitzt. „KI wird unsere Kommunikation nicht übernehmen, uns aber
sicherlich dabei unterstützen.“
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