Journalist:innen als Marke mit Andreas Weck von t3n (Episode 80)

Journalist:innen als Marke mit Andreas Weck von t3n (Episode 80)

vor 4 Jahren
46 Minuten
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Podcast
Podcaster
Wir interviewen inspirierende Menschen, die unsere Zukunft gestalten.

Beschreibung

vor 4 Jahren
Hamburg, Hannover, San Francisco, Berlin. Andreas Weck hat nicht
nur schon an vielen verschiedenen Orten gelebt und gearbeitet,
sondern auch schon über viele unterschiedliche Themen geschrieben.
Seit einigen Jahren treibt er die Themen Arbeit, Karriere und
Management bei t3n, quasi DEM Magazin für Digitalwirtschaft, voran.
In der aktuellen Episode spricht Andreas mit Timo und Sachar über
seinen Karriereweg, die Historie von t3n, was es bedeutet, als
Journalist:in eine Marke geworden zu sein und beantwortet Fragen
interessierter Hörer:innen. Damit wären wir auch schon mittendrin.
Denn Andreas macht durchaus einiges anders als seine Kolleg:innen.
So hat er schon früh gewusst, Soziale Medien für sich zu nutzen und
Fragen, die ihn beschäftigen und über die er gerne schreiben würde,
in den öffentlichen Raum zu transportieren. Ihm war es wichtig,
Leser:innen zu Wort kommen zu lassen. „Ich habe ein Türchen
gefunden, um in die Köpfe der Leute zu gelangen und dadurch super
viele interessante Antworten und Gedanken erhalten.” Das ist ein
Baustein, wie es Andreas gelungen ist, eine Marke und 2019 sogar
Top Voice von LinkedIn zu werden. Dennoch findet er, dass
Journalist:innen erst einmal gute Arbeit machen und gute Artikel
schreiben sollten, bevor sie anfangen, sich zu vermarkten. „Dann
kommt der Rest von alleine. Ich finde es aber nie verkehrt, den Weg
zu gehen – wenn man Bock drauf hat.” Sich selbst zu vermarkten,
passt schließlich nicht zu jeder Person. „Es ist aber auf jeden
Fall eine Möglichkeit, sich in seiner Karriere besser zu
positionieren.” In Andreas’ Tür kommt man übriges via Twitter, wenn
er mal wieder eine Frage an die User:innen stellt oder als PRler
via E-Mail, ein unvorbereiteter Anruf mit unbekannter Nummer ist
nicht so sein Ding. New Work dagegen schon viel mehr. Schließlich
schreibt er über dieses Thema schon einige Jahre, weil er gemerkt
hat, dass er in diesem Bereich selbst Nachholbedarf und einfach
Lust hatte, besser zu werden. Es sei aber auch wichtig, den Kopf
mal aus seiner New-Work-Bubble herausziehen. Daher spricht er auch
viel mit Menschen, die nicht in seiner Branche arbeiten. „Mein
Bruder ist Koch. Wenn ich ihm was von New Work erzähle, dann zeigt
er mir den Vogel. Er hat Schichtarbeit, arbeitet an Wochenenden und
Feiertagen. Für ihn und meine Eltern bin ich ein Alien. Aber ich
finde es gut, dass sie mich aus dem Start-up Szene mal rausholen.“
Andreas nimmt sich außerdem viel Zeit für die Fragen, die ihm Timo
und Sachar mitgebracht haben. Neben der angesprochenen
New-Work-Bubbel diskutieren die drei unter anderem darüber, ob
Journalismus Haltung zeigen muss oder Objektivität bewahren sollte.
Andreas hat da eine klare Meinung: „Journalist:innen müssen eine
Haltung haben!” Schließlich besitzt jeder Mensch eine Meinung – und
diese wird dann logischerweise auch in einem Artikel sichtbar. Das
gelte übrigens auch für Medien, die eher in eine konservative
(FAZ), linke (TAZ) oder libera (ZEIT) Richtung gehen. In die
Richtung PR geht die Frage von Kristin, die diesmal leider nicht
beim Podcast dabei sein kann: Wie sieht es mit der Digialkomperenz
der PRler aus? „Leider gibt es nach wie vor Agenturen, die Themen
ins Blaue schießen und bei Nachfragen einfach gar keine Ahnung
haben. Das ist super schade, denn damit ist die Geschichte
eigentlich schon für mich erledigt, weil im Vorfeld zur
Identifikation schon so viel Zeit drauf geht, dass ich lieber ein
anderes Thema mache. Es gibt aber auch auf jeden Fall andere
Agenturen, die das richtig gut machen und wissen, wovon sie
sprechen.“
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