PRAGMATA lässt vergessene Spielereihen vergessen!

PRAGMATA lässt vergessene Spielereihen vergessen!

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche

Irritiert klopft Diana an die geborstene Scheibe eines
Smartphones. Der Sprung zieht sich wie ein Canyon über das
gesamte Display und verzerrt ihre Spiegelung. Aus den krächzenden
Lautsprechern tönen blecherne Stimmen, die klingen, als wären sie
über ein Dosentelefon eingesprochen worden.


"Hugh! Was ist denn das?" fragte das quirlige Androidenmädchen,
noch immer auf das Smartphone tippend.


Hugh kommt im schwer gepanzerten Raumanzug näher auf sie zu und
beugt sich zu ihr herunter.


"Hm? Das? Ach, das ist ein Smartphone. Was macht das denn hier?"


"Was ist ein Smartphone, Hugh?"


Ein rauchiges Lächeln ist durch den verschlossenen Helm zu hören
und geschickt nimmt Hugh das Smartphone auf und hält es an seinen
Helm, als würde er telefonieren.


"Ja? Ja, natürlich. Wir sind noch immer auf der Mondbasis.
Erstaunlich, dass wir hier noch Empfang haben. Ja. Ja, bis bald
auf der Erde!" Erneut ein Lachen und Hugh senkt den Arm, das
Smartphone liegt weiter brabbelnd in seiner Hand.


"Mit diesen Dingern hält man auf der Erde Kontakt, auch wenn man
ganz weit voneinander entfernt ist."


Große Augen blinzeln ihn an, dazu ein Mund, der nahezu tonlos in
Erstaunen ein Wort formt. "Unglaublich!"


Diana springt auf Hugh zu und schnappt sich das Smartphone. Ja,
sie ist ein Kind. Wenn auch eines, das vermutlich niemals älter
wird. Doch ihr Verhalten passt zu ihrem Aussehen.


Wie alt sie wohl wirklich sein mag?


"Sag mal, hast du auch ein Smartphone Hugh? Und sprechen die
Leute hier von der Erde mit uns??"


Erst jetzt realisiert Hugh, dass Stimmen aus dem Gerät kommen.


"Diana, ich habe ein Smartphone." sagt er beinahe geistesabwesend
und versucht zu erkennen, was die Stimmen sagen. Sein Helm öffnet
sich und er beugt sich herunter zu Diana, die das Smartphone, wie
eines ihrer Bilder, geschützt an ihre Brust drückt.


Unscharfe Wörter, kaum Farbe in den Stimmen. Hoch- wie Mitteltöne
nicht gut angeglichen. Es ist eine konfuse Mixtur aus Tönen, doch
zwischenzeitlich sind Wortfetzen zu deuten. Es wird klar, dass es
eine Aufnahme ist und niemand, der wirklich auf dem Mond anruft.


"Diana, das ist ein Podcast, der da läuft."


"Ein was?"


"Eine Aufnahme gemacht von Menschen, die meinen etwas zu erzählen
zu haben. Aber ganz ehrlich, Kleines, eigentlich ist alles schon
gesagt worden."


"HUGH!" Diana stampft auf, das Gerät von sich gestreckt.


"Überlass das kurz mir!"


Ihre rechte Hand wirbelt nach hinten, drei schimmernde
Energieringe bilden sich an ihren Fingerspitzen, die sich
entgegengesetzt im Kreis drehen, umringt von Zahlenwerten und
geometrischen Formen. Rasend schnell zählt sie eine, in ihrer
Länge unmöglich für den Menschen zu merkende, Reihe an Binärcodes
auf.


Die Ringe verschwinden und der Ton aus dem Smartphone wird
heller, klarer und deutlich lauter.


Triumphierend hüpft der kleine Android auf und ab. Sie lacht und
springt. Das Glück ist so nah und wie schön es doch ist, wenn man
selbst für einen Funken Hoffnung sorgen kann, in einer Umgebung,
die langsam alles absorbiert. Leben, Lachen, Licht.


Sie gluckst. "Hör mal, Hugh. Ich hab's geschafft."


"Klasse, Kleines." Er setzt sich hin und signalisiert, dass sie
sich neben ihn positionieren soll, was sie auch gewohnt flink
macht. "Komm, wir hören mal rein.


"Au ja!"


Das ungleiche und doch so passende Paar schweigt und vernimmt die
ersten Worte.


"Hallo und herzlich Willkommen zum Klangstoff-Duo..."
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