Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Monat
Pater Lunkenbein SDB - ein neuer Seliger für die Kirche? Darüber
sprach Bischof Stefan Oster am Katholikentag 2026 in seiner Predigt
im Nachtgottesdienst der Salesianer im Zirkuszelt. Bereits als
junger Mann wusste Pater Rudolf Lunkenbein: Er will als Missionar
den Bororo-Indigenen in Merúri dienen. Ein Entschluss, der sein
Leben prägen sollte – und ihn schließlich in eine Welt führte, die
ihm zunächst vollkommen fremd war. Sprache, Kultur, Lebensweise:
alles war neu. Und doch war genau dort sein Platz. Er brachte den
Bororo neue Hoffnung und setzte sich für sie ein. Für ihn waren sie
kein Volk der „zu Bekehrenden", sondern Menschen mit einer eigenen,
gewachsenen Kultur. Ihre Sprache, ihre Rituale, ihre Trauer- und
Lebensformen nahm er sehr ernst. So ernst, dass er etwa ein
traditionelles Trauerlied der Bororo in die Karfreitagsliturgie
integrierte – nicht als Bruch mit der Kirche, sondern als Ausdruck
einer tiefen Inkulturation des Glaubens. Für ihn bedeutete Liebe,
den Menschen in seiner Einzigartigkeit zu erkennen – zu verstehen,
warum Gott gerade diesen Menschen geschaffen hat. Daraus ergab sich
ein Umgang auf Augenhöhe: zuhörend, respektvoll und offen für das,
was der andere mitbrachte. Er ging gewissermaßen innerlich auf die
Knie. Denn für ihn bedeutete christliche Mission nicht Belehrung
von oben herab, sondern gegenseitiges Lernen und echtes Interesse
am anderen. Jeder Mensch sei „Gabe und Geber zugleich". Der
Salesianer-Missionar Pater Rudolf Lunkenbein und Simão Bororo
wurden am 15. Juli 1976 in Merúri im Mato Grosso (Brasilien)
gewaltsam ermordet.
sprach Bischof Stefan Oster am Katholikentag 2026 in seiner Predigt
im Nachtgottesdienst der Salesianer im Zirkuszelt. Bereits als
junger Mann wusste Pater Rudolf Lunkenbein: Er will als Missionar
den Bororo-Indigenen in Merúri dienen. Ein Entschluss, der sein
Leben prägen sollte – und ihn schließlich in eine Welt führte, die
ihm zunächst vollkommen fremd war. Sprache, Kultur, Lebensweise:
alles war neu. Und doch war genau dort sein Platz. Er brachte den
Bororo neue Hoffnung und setzte sich für sie ein. Für ihn waren sie
kein Volk der „zu Bekehrenden", sondern Menschen mit einer eigenen,
gewachsenen Kultur. Ihre Sprache, ihre Rituale, ihre Trauer- und
Lebensformen nahm er sehr ernst. So ernst, dass er etwa ein
traditionelles Trauerlied der Bororo in die Karfreitagsliturgie
integrierte – nicht als Bruch mit der Kirche, sondern als Ausdruck
einer tiefen Inkulturation des Glaubens. Für ihn bedeutete Liebe,
den Menschen in seiner Einzigartigkeit zu erkennen – zu verstehen,
warum Gott gerade diesen Menschen geschaffen hat. Daraus ergab sich
ein Umgang auf Augenhöhe: zuhörend, respektvoll und offen für das,
was der andere mitbrachte. Er ging gewissermaßen innerlich auf die
Knie. Denn für ihn bedeutete christliche Mission nicht Belehrung
von oben herab, sondern gegenseitiges Lernen und echtes Interesse
am anderen. Jeder Mensch sei „Gabe und Geber zugleich". Der
Salesianer-Missionar Pater Rudolf Lunkenbein und Simão Bororo
wurden am 15. Juli 1976 in Merúri im Mato Grosso (Brasilien)
gewaltsam ermordet.
Weitere Episoden
5 Minuten
vor 6 Tagen
7 Minuten
vor 1 Woche
16 Minuten
vor 1 Woche
26 Minuten
vor 1 Woche
4 Minuten
vor 2 Wochen
Abonnenten
Neuburg
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.