Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege: Ein Praxisbericht zum GAP-Projekt

Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege: Ein Praxisbericht zum GAP-Projekt

vor 1 Woche
37 Minuten
0
0 0 0

Beschreibung

vor 1 Woche

In dieser Podcast-Folge begrüßt Gaby den Einrichtungsleiter und
GAP-Coach Andreas Langhammer, um über seine Erfahrungen
mit dem Projekt „Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege“ (GAP) zu
sprechen. Er beleuchtet dabei sowohl die strategische Sicht der
Leitung als auch die konkreten Auswirkungen auf den Pflegealltag.
️ Der Kern des GAP-Projekts

Für Langhammer zeichnen sich gute Arbeitsbedingungen vor allem
durch ein ausgewogenes Geben und Nehmen aus. Wesentliche Faktoren
sind:



Vereinbarkeit von Familie und Beruf als zentrale
Herausforderung.

Funktionierende Informationsflüsse und verlässliche
Dienstpläne.

Ein Arbeitsumfeld, in dem Mitarbeiter gerne zur Arbeit
kommen.



Das Besondere am GAP-Projekt ist laut Langhammer die
Bedarfsanalyse (T0-Befragung). Hierbei wird nicht nur die
Sicht der Führungsebene, sondern gezielt die Meinung der Basis –
von der Pflegehilfskraft bis zur Betreuungsassistenz – eingeholt.
Auf diesen realen Daten bauen alle folgenden Maßnahmen auf.
Umsetzung und Erfolg am Beispiel „Informationsmanagement“

Seine Einrichtung entschied sich für den Schwerpunkt
Informations- und Kommunikationsmanagement, da dies die
Basis für alle anderen Prozesse bildet.



Der „Aha-Effekt“: Überraschenderweise wurden die
Pausenzeiten in der Erstbefragung sehr positiv bewertet,
während andere Baustellen deutlich zu Tage traten.


Konkrete Maßnahme: Die Mittagsübergaben wurden von einer
hausweiten Runde auf bereichsbezogene Übergaben umgestellt.


Resultat: Die Übergaben wurden „knackiger“ und dauern
nun statt einer unbestimmten Zeit nur noch etwa 20
Minuten. Die gewonnene Zeit nutzen die
Wohnbereichsleitungen nun für wertvolle Mini-Fallbesprechungen
im Team.


Messbarkeit: In der Abschlussbefragung (T1) konnte eine
deutliche Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit festgestellt
werden.

Die Rolle des Coaches und die Förderung

Langhammer betont, dass der GAP-Coach nicht als „Messias“ mit
fertigen Lösungen kommt. Vielmehr bietet er einen externen
Blick, gibt Impulse und kitzelt die bereits im Team
vorhandene Expertise heraus.


Ein entscheidender Vorteil ist die finanzielle Förderung.
Einrichtungen können je nach Größe Zuschüsse zwischen 50 % und
75 % der Kosten erhalten. Langhammer empfiehlt das Projekt
ausdrücklich weiter, da es von Praktikern für die Praxis
entwickelt wurde und durch das Bundesministerium für Gesundheit
geprüft ist.


Weitere Informationen und Unterstützung:


Möchten auch Sie die Arbeitsbedingungen in Ihrer Einrichtung
nachhaltig verbessern? Detaillierte Informationen zum Projekt der
Pflegebevollmächtigten und zu den Fördermöglichkeiten finden Sie
auf der offiziellen Webseite:


https://www.gap-pflege.de/
15
15
Close