Ludwig van Beethoven – Das leise Zittern der sechzig Kaffeebohnen

Ludwig van Beethoven – Das leise Zittern der sechzig Kaffeebohnen

vor 3 Wochen
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Beschreibung

vor 3 Wochen

Du spürst die kühle Morgenzuge der Bonner Gasse durch das Fenster
wehen während deine Finger behutsam genau sechzig einzelne
Kaffeebohnen abzählen. Das trockene Klackern der dunklen Kerne in
der Keramikschale ist das erste Geräusch des Tages bevor der Duft
von frisch gebrühtem Wachmacher den Raum füllt. Du lässt den
rauen Holzstock zwischen deinen Zähnen ruhen damit du das feine
Zittern der Klaviersaiten tief in deinem Inneren spüren kannst
wenn die ersten Akkorde im dämmrigen Wiener Zimmer entstehen. Der
Geruch von feuchter Tinte und schwerem Pfeifenrauch legt sich wie
ein warmer Mantel um dich während draußen die Welt in
vollkommener Stille versinkt.





In dieser Geschichte begleitest du den großen Komponisten durch
die ruhigen Stunden abseits der tosenden Konzerte in eine Welt
voller tiefer Stille und schöpferischer Kraft. Du erfährst wie
sich die knarrenden Dielen seines Elternhauses unter den
Berührungen der Nacht anfühlen und wie die Konversationshefte im
flackernden Kerzenschein zu stummen Zeugen tiefer Freundschaften
werden. Es ist ein Weg weg vom Lärm der Geschichte hin zu einem
sanften Schlaf der dich sanft durch die Notenblätter und die
Wiener Gassen trägt bis deine eigenen Gedanken zur Ruhe kommen.





Schließe nun deine Augen und erlaube dir die Vibrationen der
Musik ganz ohne Ton in dir nachhallen zu lassen. Lass dich von
der Beständigkeit der gezählten Bohnen und dem gleichmäßigen
Kratzen der Feder auf dem Papier in eine wohlige Ruhe leiten. Du
bist in Sicherheit während dich das Gewitter vor dem Fenster nur
noch ferne wiegen wird und du in den Frieden der vergangenen
Epochen gleitest. Genieße die Stille die nun auch dein Zimmer
erfüllt.



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