Hermann Hesse – Die Stille der Wassersteine am Ufer

Hermann Hesse – Die Stille der Wassersteine am Ufer

vor 1 Woche
19 Minuten
0
0 0 0

Beschreibung

vor 1 Woche

Du sitzt an einem schweren Eichenschreibtisch in der Casa Rossa
während das orangefarbene Abendlicht in langen Streifen über den
Parkettboden wandert. Vor dir liegt ein kleiner glatter
Kieselstein vom Ufer des Sees dessen kühle Oberfläche du unter
deinen Fingerspitzen spürst. In der Luft liegt der herbe Duft von
getrocknetem Lavendel und der ferne Geruch von Buchsbaumholz der
durch das offene Fenster hereinzieht. Du hörst das rhythmische
Quietschen eines Handwagens auf dem Kiesweg und das ferne sanfte
Geläut der Ziegenherden die langsam an den Hainen von Montagnola
vorbeiziehen.





In dieser Geschichte begleitest du Hermann Hesse durch die
stillen Stationen eines langen Lebens vom ockergelben Elternhaus
in Calw bis hin zu den friedlichen Malstunden im Tessin. Du
erlebst den Geruch von frischer Tinte auf indischen Manuskripten
und das leise Knistern von Pergamentpapier beim Umblättern in der
Bibliothek. Die Erzählung führt dich weg vom Lärm der Welt hin zu
einem einfachen Alltag voller Achtsamkeit und kleiner
Beobachtungen. Es ist ein Weg der Ruhe der dich sanft auf die
kommende Nacht vorbereitet.





Lass dich nun behutsam in die Kissen sinken und spüre wie die
Anspannung des Tages von dir abfällt. Die Farben von Ocker und
Umbra verblassen langsam im dämmrigen Zimmer während die
Erzählung dich wie ein ruhiger Flusslauf davonträgt. Schließe
deine Augen und lausche dem leisen Ticken der Standuhr und dem
Murmeln des Wassers das dich in einen tiefen und erholsamen
Schlaf begleitet. Du darfst jetzt alles loslassen und dich ganz
diesem friedlichen Augenblick hingeben.



15
15
Close