11. Woche, Dienstag

11. Woche, Dienstag

vor 2 Tagen

Beschreibung

vor 2 Tagen
Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute zu sich sagen können: "Ich ahne,
dass ich mein Leben eines Tages selbstverantwortlich führen werde.
Aber solange mich der Druck der vollen Selbsterkenntnis lähmen
würde, ziehe ich es vor, nach wie vor auch anderen die Schuld zu
geben, damit ich den Mut am Leben nicht verliere. Ich bin also
dankbar für die Möglichkeit, einen Selbstschutz benutzen zu dürfen
- den Selbstschutz der Schuldzuweisung. Allerdings bin ich mir
darüber auch im klaren, dass ich für diesen Selbstschutz bezahlen
muss. Aus diesem Grund will ich mir vornehmen, immer seltener
Schuld zu verteilen. Mein erster Schritt besteht also darin, mir
dessen bewusst zu sein, dass ich Schuld als Selbstschutz einsetze
und dass ich nur so tue, als hätte ein anderer schuld, damit mir
die Lust am Leben nicht vergeht und damit ich nicht zu sehr unter
Schuldgefühlen leide, wenn ich mir alles selbst vorwerfe. Ich will
mir darüber hinaus gar nichts vorwerfen und auch selbst keine
Schuldgefühle machen, wenn mich dies nur lähmen sollte. Wenn es in
mir jedoch den Ansporn auslöst, mich zu ändern und zu meinem
Vorteil zu verbessern, dann kann ich diese Schuldgefühle auch bei
mir einsetzen. Schließlich ist es mein Ziel, eines Tages ohne
diesen Selbstschutz auszukommen. Das heißt im Klartext, dass ich
eines Tages in der Lage sein werde, volle Selbstverantwortung zu
übernehmen. Ich mache mir also klar: Solange ich noch nicht sicher
laufen kann, benutze ich lieber eine Gehhilfe." Tschüss bis morgen,
Alfred R. Stielau-Pallas www.PALLAS-Seminare.de
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