Die digitale Weltordnung im Umbruch - PASSWORD Zeitreise 2011#04

Die digitale Weltordnung im Umbruch - PASSWORD Zeitreise 2011#04

vor 4 Tagen
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Beschreibung

vor 4 Tagen
Die Themen dieser Folge im Überblick:

Der Mythos der objektiven Suchmaschine: Basierend auf Dirk
Lewandowskis Beitrag analysieren wir das "Farmer Update" von
Google. Wir besprechen, wie Google gegen maschinell erstellte
Artikel von sogenannten Contentfarmen (wie Demand Media) vorging
und warum der Einsatz von "Exception Lists" (manuellen Whitelists)
die angebliche Neutralität der Algorithmen drastisch infrage
stellt.
Die Absurdität von DRM (Digitales Rechtemanagement): Jasmin Schmitz
zeigt auf, wie die Verlagswelt versuchte, physische Begrenzungen
ins Digitale zu pressen. Ein extremes Beispiel: Der Verlag Harper
Collins limitierte E-Book-Ausleihen in Bibliotheken auf exakt 26
Mal, um den physischen Verschleiß eines Taschenbuchs zu simulieren.
Gleichzeitig blicken wir auf neue Zugangsmodelle wie "Research Rent
Read".
Linked Open Data statt Bezahlschranken: Ruth Göbel beschreibt, wie
die ZBW Labs 7.000 historische Pressemappen frei und semantisch
verknüpft ins Netz stellten, anstatt auf künstliche Verknappung und
klassische Bezahlschranken zu setzen.
"Morbus Guttenberg" und das Netz als "fünfte Gewalt": Dieter
Schumacher seziert die Guttenberg-Plagiatsaffäre nicht als
politisches, sondern als strukturelles Problem eines
Wissenschaftssystems unter "Publish or Perish"-Druck und einer
grassierenden "Cut and Paste"-Unkultur. Daran anknüpfend zeigen
Isabella Peters, Violetta Trulia und Katrin Wella, wie die
dezentrale Schwarmintelligenz (GuttenPlag Wiki) oder Social Media
als Katalysator bei globalen Ereignissen wie dem Arabischen
Frühling oder der Fukushima-Katastrophe traditionelle Gatekeeper
ablösten.
Hinterzimmerpolitik vs. exzellente Informationsinfrastruktur: Willi
Bredemeier berichtet über den schockierenden Förderstopp der
renommierten FIZ Chemie durch die Leibniz-Gemeinschaft – eine
Entscheidung, die nicht auf mangelnder Qualität der Datenbanken,
sondern auf "artfremden Kriterien" wie dem Marketingkonzept
basierte.
Ein teurer Blick zurück ins Jahr 1986: Emil Wetzel rechnet vor, wie
teuer Online-Recherchen in den 80er Jahren waren. Mit 100 D-Mark
für 15 Minuten Suchzeit und 50 Pfennig pro Dokumentenaufruf zwangen
die Kosten zu höchster Präzision – eine Fähigkeit, die im heutigen
Zeitalter kostenloser Suchmaschinen womöglich verloren geht.

Hinweis: Für detaillierte Marktanalysen, exakte wirtschaftliche
Zahlen und tiefergehende Einblicke in die Themen empfehlen wir
allen professionellen Wissensarbeitern den Griff zur vollständigen
Printausgabe des PASSWORD-Magazins.

Diese Folge wird von Minesoft unterstützt.

Dieser Podcastbeitrag wurde mithilfe moderner, auf künstlicher
Intelligenz basierender Tools produziert, auf denen auch die zu
hörenden Stimmen basieren. Präsentiert mit freundlicher
Unterstützung von M-Results Chat (Mesoft Origin). Wenn Sie sich für
die KI-gestützte Aufbereitung von Themen interessieren, finden Sie
weitere Informationen bei infobroker.de.
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