Welche Macht hat Trump über Deutschland? Mit Christoph von Marschall
vor 1 Jahr
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Beschreibung
vor 1 Jahr
Spätestens bei der Münchener Sicherheitskonferenz ist klar
geworden: Die USA ziehen sich als verlässlicher Partner für
Deutschland, Europa und die Ukraine immer weiter zurück. In München
haben Anne Will und der Journalist Christoph von Marschall die Rede
von US-Vizepräsident J.D. Vance gemeinsam verfolgt - und waren, wie
die meisten Beobachterinnen, überrascht. Denn Vance machte kaum
Aussagen zur künftigen Sicherheitslage in Europa oder der Rolle der
USA. Stattdessen griff er die Europäer wegen vermeintlich bedrohter
Meinungsfreiheit an. Das sei eine größere Gefahr als Russland oder
China. Im Gespräch mit Anne Will ordnet der Diplomatische
Korrespondent der Chefredaktion des Tagesspiegel - nun wieder aus
seiner Wahlheimat Washington - die Ereignisse ein. "Es wäre nötig,
dass wir nach den vielen 'Weckrufen' auch mal wach werden", sagt
Christoph von Marschall. Europa müsse schnell und energisch handeln
und aufrüsten, um für einen potentiellen größeren Krieg mit
Russland in Zukunft gewappnet zu sein. Der Fokus auf gemeinsame
Verteidigungsfähigkeit habe oberste Priorität. Frankreichs
Präsident Macron versuchte mit einem spontanen Ukraine-Gipfel in
Paris den Eindruck europäischer Geschlossenheit zu erwecken. Dass
er nicht alle Staaten zu dem Treffen einlud, erzeugte allerdings
ein gegenteiliges Bild. Fast gleichzeitig trafen sich die
Außenminister der USA und Russlands in Saudi-Arabien, um sich
wieder anzunähern. Vertreter aus der Ukraine und der EU waren nicht
eingeladen. Bei Letzteren wächst die Angst, bei einem möglichen
Friedensdeal zwischen Trump und Putin übergangen zu werden.
Markieren die vergangenen Tage eine Zeitenwende in der
Sicherheitspolitik? Sie beleuchten auf jeden Fall umso stärker
wieder Fragen, die schon seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine
immer wieder diskutiert werden: Braucht es eine europäische Armee?
Bis zu welchem Grad sollte sich Deutschland militärisch an der
Sicherheit der Ukraine beteiligen und vor allem: hätten wir dafür
auch die Ressourcen? Wie geht man jetzt mit Russland um – Frieden
durch Abschreckung oder Beschwichtigung? Ohne die USA muss Europa
seine Rolle in der Welt neu definieren. Die Frage ist nur, können
die europäischen Staaten diese Rolle auch schnell genug ausfüllen?
Diese Fragen bespricht Anne Will mit Christoph von Marschall in
dieser Folge. Außerdem blicken Sie auf die langfristige Strategie
der Trump-Regierung und wie eine zukünftige Bundesregierung mit ihr
zurechtkommen könnte. Der Redaktionsschluss für diese Folge war
Dienstag, 18. Februar, um 16 Uhr. WERBUNG UND RABATTE:
https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesspiegel,
Appeasement gegenüber Putin: Darauf könnte der große Krieg folgen,
16.2.2025 Der Spiegel, Es war einmal eine transatlantische
Freundschaft, 17.2.2025 SZ, Europa muss mehr Geld für Rüstung
ausgeben – und intelligenter als bisher, 17.2.2025 Die Zeit, Ohne
Wehrpflicht keine Chance, 17.2.2025 Die Zeit, Es geht jetzt um den
Frieden in Europa, 18.2.2025 Spiegel, Europas Woche der Wahrheit,
17.2.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Florian Barnikel
Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Max Frisch, Patrick
Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH
Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad
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geworden: Die USA ziehen sich als verlässlicher Partner für
Deutschland, Europa und die Ukraine immer weiter zurück. In München
haben Anne Will und der Journalist Christoph von Marschall die Rede
von US-Vizepräsident J.D. Vance gemeinsam verfolgt - und waren, wie
die meisten Beobachterinnen, überrascht. Denn Vance machte kaum
Aussagen zur künftigen Sicherheitslage in Europa oder der Rolle der
USA. Stattdessen griff er die Europäer wegen vermeintlich bedrohter
Meinungsfreiheit an. Das sei eine größere Gefahr als Russland oder
China. Im Gespräch mit Anne Will ordnet der Diplomatische
Korrespondent der Chefredaktion des Tagesspiegel - nun wieder aus
seiner Wahlheimat Washington - die Ereignisse ein. "Es wäre nötig,
dass wir nach den vielen 'Weckrufen' auch mal wach werden", sagt
Christoph von Marschall. Europa müsse schnell und energisch handeln
und aufrüsten, um für einen potentiellen größeren Krieg mit
Russland in Zukunft gewappnet zu sein. Der Fokus auf gemeinsame
Verteidigungsfähigkeit habe oberste Priorität. Frankreichs
Präsident Macron versuchte mit einem spontanen Ukraine-Gipfel in
Paris den Eindruck europäischer Geschlossenheit zu erwecken. Dass
er nicht alle Staaten zu dem Treffen einlud, erzeugte allerdings
ein gegenteiliges Bild. Fast gleichzeitig trafen sich die
Außenminister der USA und Russlands in Saudi-Arabien, um sich
wieder anzunähern. Vertreter aus der Ukraine und der EU waren nicht
eingeladen. Bei Letzteren wächst die Angst, bei einem möglichen
Friedensdeal zwischen Trump und Putin übergangen zu werden.
Markieren die vergangenen Tage eine Zeitenwende in der
Sicherheitspolitik? Sie beleuchten auf jeden Fall umso stärker
wieder Fragen, die schon seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine
immer wieder diskutiert werden: Braucht es eine europäische Armee?
Bis zu welchem Grad sollte sich Deutschland militärisch an der
Sicherheit der Ukraine beteiligen und vor allem: hätten wir dafür
auch die Ressourcen? Wie geht man jetzt mit Russland um – Frieden
durch Abschreckung oder Beschwichtigung? Ohne die USA muss Europa
seine Rolle in der Welt neu definieren. Die Frage ist nur, können
die europäischen Staaten diese Rolle auch schnell genug ausfüllen?
Diese Fragen bespricht Anne Will mit Christoph von Marschall in
dieser Folge. Außerdem blicken Sie auf die langfristige Strategie
der Trump-Regierung und wie eine zukünftige Bundesregierung mit ihr
zurechtkommen könnte. Der Redaktionsschluss für diese Folge war
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16.2.2025 Der Spiegel, Es war einmal eine transatlantische
Freundschaft, 17.2.2025 SZ, Europa muss mehr Geld für Rüstung
ausgeben – und intelligenter als bisher, 17.2.2025 Die Zeit, Ohne
Wehrpflicht keine Chance, 17.2.2025 Die Zeit, Es geht jetzt um den
Frieden in Europa, 18.2.2025 Spiegel, Europas Woche der Wahrheit,
17.2.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Florian Barnikel
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