Wie schwierig ist Regieren geworden? Mit Shakuntala Banerjee und Jens Südekum
vor 1 Jahr
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Beschreibung
vor 1 Jahr
Die nächste Regierung ist noch nicht im Amt, aber schon jetzt steht
fest: Die Herausforderungen, vor denen sie steht, sind riesig. Noch
nie stand die transatlantische Partnerschaft so unter Druck und
noch nie hatte eine in Teilen rechtsextreme Partei eine solche
Macht im Bundestag. Der ist mittlerweile neu zusammengekommen.
Zuvor hatten Union und SPD mit den Stimmen der Grünen noch die
Grundgesetzänderungen zur Reform der Schuldenbremse und dem
Sondervermögen für Infrastruktur durch den alten Bundestag
gebracht. Das gibt ihr finanziell nie da gewesenen Spielraum - aber
nur bei Verteidigung und Infrastruktur. In anderen Bereichen klafft
bei den Koalitionsverhandlungen noch ein weites Loch im
Kernhaushalt. In Anbetracht der schier endlosen Anzahl an
Herkulesaufgaben, die die Regierung in spe zu meistern haben wird,
fragt sich Anne Will gemeinsam mit der ZDF-Journalistin Shakuntala
Banerjee in dieser Folge: Ist Regieren schwieriger geworden?
Banerjee, die das Ende der letzten GroKo und die Ampel-Regierung in
ihrer Zeit als stellvertretende Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios
eng begleitet hat, ist sich sicher: Regieren ist heute tatsächlich
schwieriger. Krisen habe es natürlich auch schon früher gegeben,
auch knappe Kassen. Heute habe aber alles eine größere Dimension
und eine ungleich höhere Geschwindigkeit. "Der Geduldsfaden ist
mittlerweile relativ kurz", sagt Banerjee. Dennoch dürfe man auch
angesichts der sich auftürmenden Krisen wie Rechtsruck, gebrochenen
Wahlversprechen, kriselnden transatlantischen Beziehungen,
Ukraine-Krieg und wirtschaftlichem Abschwung nicht die Zuversicht
verlieren. "Diese Endzeitstimmung ist nicht angebracht, wenn man
auch an die Erneuerungskräfte von Demokratie glaubt", sagt
Banerjee. In dieser Folge blickt sie mit Anne Will außerdem auf den
Vertrauensverlust, den Friedrich Merz schon vor Antritt seiner
Kanzlerschaft verbuchen muss und auf die Aufgaben, denen sich auch
der Journalismus in diesen herausfordernden Zeiten gegenübersieht.
Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 26. März 2025,
um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE:
https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: SZ, Demokratie
unter erschwerten Umständen, 25.03.2025 FAZ, So gibt die SPD in der
Wirtschaftspolitik den Ton an, 25.03.2025 Die Zeit, Zu viel
versprochen, 24.03.2025 Spiegel, Die Angst der Union vor den
[eckigen Klammern], 24.03.2025 SZ, Koalitionsgespräche sind ins
Stocken geraten, 23.3.25 Spiegel, Bundesrat stimmt Milliardenpaket
zu – worum sich Merz jetzt kümmern muss, 21.03.2025 IMPRESSUM
Redaktion: Felix Schlagwein, Melisa Gürleyen Executive Producerin:
Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Patrick Zahn, Lukas
Hambach Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH
Eine Produktion der Will Media GmbH Learn more about your ad
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fest: Die Herausforderungen, vor denen sie steht, sind riesig. Noch
nie stand die transatlantische Partnerschaft so unter Druck und
noch nie hatte eine in Teilen rechtsextreme Partei eine solche
Macht im Bundestag. Der ist mittlerweile neu zusammengekommen.
Zuvor hatten Union und SPD mit den Stimmen der Grünen noch die
Grundgesetzänderungen zur Reform der Schuldenbremse und dem
Sondervermögen für Infrastruktur durch den alten Bundestag
gebracht. Das gibt ihr finanziell nie da gewesenen Spielraum - aber
nur bei Verteidigung und Infrastruktur. In anderen Bereichen klafft
bei den Koalitionsverhandlungen noch ein weites Loch im
Kernhaushalt. In Anbetracht der schier endlosen Anzahl an
Herkulesaufgaben, die die Regierung in spe zu meistern haben wird,
fragt sich Anne Will gemeinsam mit der ZDF-Journalistin Shakuntala
Banerjee in dieser Folge: Ist Regieren schwieriger geworden?
Banerjee, die das Ende der letzten GroKo und die Ampel-Regierung in
ihrer Zeit als stellvertretende Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios
eng begleitet hat, ist sich sicher: Regieren ist heute tatsächlich
schwieriger. Krisen habe es natürlich auch schon früher gegeben,
auch knappe Kassen. Heute habe aber alles eine größere Dimension
und eine ungleich höhere Geschwindigkeit. "Der Geduldsfaden ist
mittlerweile relativ kurz", sagt Banerjee. Dennoch dürfe man auch
angesichts der sich auftürmenden Krisen wie Rechtsruck, gebrochenen
Wahlversprechen, kriselnden transatlantischen Beziehungen,
Ukraine-Krieg und wirtschaftlichem Abschwung nicht die Zuversicht
verlieren. "Diese Endzeitstimmung ist nicht angebracht, wenn man
auch an die Erneuerungskräfte von Demokratie glaubt", sagt
Banerjee. In dieser Folge blickt sie mit Anne Will außerdem auf den
Vertrauensverlust, den Friedrich Merz schon vor Antritt seiner
Kanzlerschaft verbuchen muss und auf die Aufgaben, denen sich auch
der Journalismus in diesen herausfordernden Zeiten gegenübersieht.
Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 26. März 2025,
um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE:
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unter erschwerten Umständen, 25.03.2025 FAZ, So gibt die SPD in der
Wirtschaftspolitik den Ton an, 25.03.2025 Die Zeit, Zu viel
versprochen, 24.03.2025 Spiegel, Die Angst der Union vor den
[eckigen Klammern], 24.03.2025 SZ, Koalitionsgespräche sind ins
Stocken geraten, 23.3.25 Spiegel, Bundesrat stimmt Milliardenpaket
zu – worum sich Merz jetzt kümmern muss, 21.03.2025 IMPRESSUM
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