Milliardär Carsten Maschmeyer: "Ich war überarbeitet, tablettensüchtig und wurde depressiv"

Milliardär Carsten Maschmeyer: "Ich war überarbeitet, tablettensüchtig und wurde depressiv"

vor 2 Jahren
36 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Jahren
Champagnerlaune? Von wegen! Der Milliardär und TV-Investor ("Höhle
der Löwen") sagt der Startup-Szene schwere Zeiten voraus. Neu
gegründete Unternehmen müssten mit Finanzierungsengpässen rechnen,
sagt Maschmeyer im neuen ntv-Podcast "Biz & Beyond": "Viele
Startups, die noch keinen Umsatz haben, kriegen kein Geld. Und
diejenigen, die schon Umsatz haben, eben zu niedrigeren
Bewertungen."Auch Exits, also Unternehmensausstiege von Investoren
und Gründern zu einem möglichst hohen Gewinn, fänden aktuell so gut
wie nicht statt. Investoren würden davon zunehmend profitieren.
"Der Verkäufermarkt hat sich in einen Käufermarkt gedreht."Wichtig
sei die Geschäftsidee. "Alles, was solide ist, was profitabel ist
und Menschen hilft, ist sinnvoll", sagt Maschmeyer. Als Beispiel
taugt ihm ausgerechnet der von ihm in den achtziger Jahren
übernommene und später an die Börse geführte Finanzvertrieb AWD.
Das Unternehmen musste sich immer wieder Vorwürfen aussetzen,
Kleinanleger und Sparer seien über die Investitionsrisiken nicht
ausreichend aufgeklärt worden. "Ich vermute, durch meine Erfindung
haben die Bundesbürger, aber auch Menschen in Österreich, der
Schweiz, Großbritannien und Italien Milliarden an niedrigeren
Beiträgen gespart", erwidert Maschmeyer.Auch über die Schattenseite
seines unternehmerischen Erfolgs spricht der Unternehmer: "Ich war
überarbeitet, wurde depressiv, war tablettensüchtig", erzählt er in
"Biz & Beyond". Seit 13 Jahren sei er geheilt. Zum
Geschäftsfeld "Mental Health" habe er deshalb einen besonderen
Bezug. Inzwischen habe er sich an verschiedenen Firmen, die sich
mit mentaler Gesundheit beschäftigen, beteiligt.Wichtig sei, die
Bedürfnisse der Verbraucher frühzeitig zu erkennen. "Nur das
Gründen alleine reicht nicht." Außerdem komme es auf
Durchhaltevermögen an. Als Vorbild dafür dient ihm Gerhard
Schröder. Der Gerhard Schröder aus dem Jahr 2005. "Sein Durchhalten
im letzten Wahlkampf, das stand null zu vier. Und dann hat der
jeden Marktplatz erobert." Umfragen und Medien seien gegen ihn
gewesen und dennoch habe er noch ein knappes vier zu vier
geschafft. "Das bewunderte ich".Biz & Beyond - der
Wirtschafts-Podcast mit Sandra Navidi und Ulrich Reitz. Ab sofort
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