Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Wochen
Worum es in dieser Folge geht
Wir reisen ins Jahr 1802: Eine Zeit politischer Umbrüche und Not.
In Fleinheim zerstört ein Feuer am 25. September binnen zwei
Stunden dreiviertel des Dorfes. Wir erleben den Brand durch die
Schilderungen von Schulmeister Gottfried Reutter und sehen, wie
das Dorf trotz Verzweiflung wieder aufsteht.
Der Blick ins Weltgeschehen
Napoleon ordnet die Landkarte Europas neu.
Die Säkularisation verändert Süddeutschland fundamental.
Kriegszüge und Einquartierungen belasten die Bevölkerung
massiv.
️ Leben in Fleinheim vor dem Brand
Alltag geprägt von Soldaten-Einquartierungen und
Plünderungen.
Armut, Zwangsfuhrdienste und Unsicherheit durch Räuberbanden.
Der Tag des Unglücks – 25.09.1802
Schulmeister Reutter zählt Kirchenkassen, als die Hilferufe
ertönen.
Das Feuer greift vom Haus des Christian Ocker auf das Dorf
über.
47 Gebäude brennen nieder; der Feuersturm ist unaufhaltbar.
Reutter rettet nur seine Bibel; sein gesamter Besitz
verbrennt.
„…in Zeit zwei Stunden 45 Häuser und also dreiviertel des
Dorfs ein Raub der Flammen…“
(Heiligenrechnung Reutter) Folgen: Not, Streit und Schuldfragen
Verlust von Vieh, Vorräten und Kleidung führt zu Misstrauen.
Gerichtsprozesse häufen sich (z. B. Streit um ein Jäckchen).
Dorfknecht Johannes Bihrle stirbt an seinen Verletzungen.
Der Wiederaufbau
38 Gebäude entstehen neu unter Leitung der Werkmeister
Sapper.
Ersatz von Ausrüstung: Nachtwächterhorn, Schultafeln,
Hebammenstuhl.
Scharfrichter Widmann beseitigt verendete Tiere.
Schule, Kirche und Gemeinde
Unterricht findet nach Zerstörung der Schule in einer
Mietstube statt.
Reutter finanziert den Neubau teils selbst (unterstützt mit
300 Gulden).
Die Gemeinde verschuldet sich für Jahrzehnte.
Brandschutz und neue Regeln
Ab 1808 gelten neue Vorschriften:
Steinböden in Küchen & Brandmauern.
Regelmäßige Feuerschauen; 1832 Bau des Spritzenmagazins.
️ Erinnerungskultur
Jährliche Brandpredigten bis 1902.
Trotz Seuchen (1829) und Bränden (1842) wächst das Dorf
weiter.
Quellen & Mitwirkende
Quellen: Landesarchiv Stuttgart, Dorfarchiv
Fleinheim, Chronik Pfarrer Haug, Heimatbuch A. Ritz, B. Bayer.
Mitwirkende:Anna Bayer, Brigitte Bayer, Helmut
Bayer, Claudia Fröscher, Elisabeth Hackel, Annemarie Paetzold,
Erik Strobl
Tipp: Shownotes lesen, Podcast hören!
Büttel Helmut: Des war’s für heut. Es gibt nix Nuis mehr!
Wir reisen ins Jahr 1802: Eine Zeit politischer Umbrüche und Not.
In Fleinheim zerstört ein Feuer am 25. September binnen zwei
Stunden dreiviertel des Dorfes. Wir erleben den Brand durch die
Schilderungen von Schulmeister Gottfried Reutter und sehen, wie
das Dorf trotz Verzweiflung wieder aufsteht.
Der Blick ins Weltgeschehen
Napoleon ordnet die Landkarte Europas neu.
Die Säkularisation verändert Süddeutschland fundamental.
Kriegszüge und Einquartierungen belasten die Bevölkerung
massiv.
️ Leben in Fleinheim vor dem Brand
Alltag geprägt von Soldaten-Einquartierungen und
Plünderungen.
Armut, Zwangsfuhrdienste und Unsicherheit durch Räuberbanden.
Der Tag des Unglücks – 25.09.1802
Schulmeister Reutter zählt Kirchenkassen, als die Hilferufe
ertönen.
Das Feuer greift vom Haus des Christian Ocker auf das Dorf
über.
47 Gebäude brennen nieder; der Feuersturm ist unaufhaltbar.
Reutter rettet nur seine Bibel; sein gesamter Besitz
verbrennt.
„…in Zeit zwei Stunden 45 Häuser und also dreiviertel des
Dorfs ein Raub der Flammen…“
(Heiligenrechnung Reutter) Folgen: Not, Streit und Schuldfragen
Verlust von Vieh, Vorräten und Kleidung führt zu Misstrauen.
Gerichtsprozesse häufen sich (z. B. Streit um ein Jäckchen).
Dorfknecht Johannes Bihrle stirbt an seinen Verletzungen.
Der Wiederaufbau
38 Gebäude entstehen neu unter Leitung der Werkmeister
Sapper.
Ersatz von Ausrüstung: Nachtwächterhorn, Schultafeln,
Hebammenstuhl.
Scharfrichter Widmann beseitigt verendete Tiere.
Schule, Kirche und Gemeinde
Unterricht findet nach Zerstörung der Schule in einer
Mietstube statt.
Reutter finanziert den Neubau teils selbst (unterstützt mit
300 Gulden).
Die Gemeinde verschuldet sich für Jahrzehnte.
Brandschutz und neue Regeln
Ab 1808 gelten neue Vorschriften:
Steinböden in Küchen & Brandmauern.
Regelmäßige Feuerschauen; 1832 Bau des Spritzenmagazins.
️ Erinnerungskultur
Jährliche Brandpredigten bis 1902.
Trotz Seuchen (1829) und Bränden (1842) wächst das Dorf
weiter.
Quellen & Mitwirkende
Quellen: Landesarchiv Stuttgart, Dorfarchiv
Fleinheim, Chronik Pfarrer Haug, Heimatbuch A. Ritz, B. Bayer.
Mitwirkende:Anna Bayer, Brigitte Bayer, Helmut
Bayer, Claudia Fröscher, Elisabeth Hackel, Annemarie Paetzold,
Erik Strobl
Tipp: Shownotes lesen, Podcast hören!
Büttel Helmut: Des war’s für heut. Es gibt nix Nuis mehr!
Weitere Episoden
40 Minuten
vor 1 Monat
26 Minuten
vor 3 Monaten
24 Minuten
vor 4 Monaten
29 Minuten
vor 4 Monaten
10 Minuten
vor 5 Monaten
Abonnenten
Nattheim
Syrgenstein
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.