Folge 06: Der große Dorfbrand im Jahre 1802

Folge 06: Der große Dorfbrand im Jahre 1802

vor 2 Wochen
33 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Wochen
Worum es in dieser Folge geht

Wir reisen ins Jahr 1802: Eine Zeit politischer Umbrüche und Not.
In Fleinheim zerstört ein Feuer am 25. September binnen zwei
Stunden dreiviertel des Dorfes. Wir erleben den Brand durch die
Schilderungen von Schulmeister Gottfried Reutter und sehen, wie
das Dorf trotz Verzweiflung wieder aufsteht.
Der Blick ins Weltgeschehen

Napoleon ordnet die Landkarte Europas neu.

Die Säkularisation verändert Süddeutschland fundamental.

Kriegszüge und Einquartierungen belasten die Bevölkerung
massiv.

️ Leben in Fleinheim vor dem Brand

Alltag geprägt von Soldaten-Einquartierungen und
Plünderungen.

Armut, Zwangsfuhrdienste und Unsicherheit durch Räuberbanden.

Der Tag des Unglücks – 25.09.1802

Schulmeister Reutter zählt Kirchenkassen, als die Hilferufe
ertönen.

Das Feuer greift vom Haus des Christian Ocker auf das Dorf
über.

47 Gebäude brennen nieder; der Feuersturm ist unaufhaltbar.

Reutter rettet nur seine Bibel; sein gesamter Besitz
verbrennt.

„…in Zeit zwei Stunden 45 Häuser und also dreiviertel des
Dorfs ein Raub der Flammen…“
(Heiligenrechnung Reutter) Folgen: Not, Streit und Schuldfragen

Verlust von Vieh, Vorräten und Kleidung führt zu Misstrauen.

Gerichtsprozesse häufen sich (z. B. Streit um ein Jäckchen).

Dorfknecht Johannes Bihrle stirbt an seinen Verletzungen.

Der Wiederaufbau

38 Gebäude entstehen neu unter Leitung der Werkmeister
Sapper.

Ersatz von Ausrüstung: Nachtwächterhorn, Schultafeln,
Hebammenstuhl.

Scharfrichter Widmann beseitigt verendete Tiere.

Schule, Kirche und Gemeinde

Unterricht findet nach Zerstörung der Schule in einer
Mietstube statt.

Reutter finanziert den Neubau teils selbst (unterstützt mit
300 Gulden).

Die Gemeinde verschuldet sich für Jahrzehnte.

Brandschutz und neue Regeln

Ab 1808 gelten neue Vorschriften:


Steinböden in Küchen & Brandmauern.

Regelmäßige Feuerschauen; 1832 Bau des Spritzenmagazins.

️ Erinnerungskultur

Jährliche Brandpredigten bis 1902.

Trotz Seuchen (1829) und Bränden (1842) wächst das Dorf
weiter.

Quellen & Mitwirkende

Quellen: Landesarchiv Stuttgart, Dorfarchiv
Fleinheim, Chronik Pfarrer Haug, Heimatbuch A. Ritz, B. Bayer.


Mitwirkende:Anna Bayer, Brigitte Bayer, Helmut
Bayer, Claudia Fröscher, Elisabeth Hackel, Annemarie Paetzold,
Erik Strobl


Tipp: Shownotes lesen, Podcast hören!


Büttel Helmut: Des war’s für heut. Es gibt nix Nuis mehr!
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