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vor 3 Monaten
Alle reden über Ungleichheit. Aber was soll das eigentlich sein?
Fast immer, wenn es um Superreiche, soziale Gerechtigkeit und
Umverteilung geht, fällt dieser Satz: „Die Schere zwischen Arm
und Reich klafft immer weiter auseinander.“
Aber stimmt das überhaupt?
Ein genauer Blick zeigt: Extrem ungleich verteilt sind in
Deutschland die Vermögen. Zwei Familien besitzen hierzulande so
viel wie die gesamte untere Hälfte der Bevölkerung.
Bei den Einkommen ist die Lücke kleiner, dafür legte die
Spreizung in den vergangenen Jahrzehnten zu. Anders bei den
Vermögen: Die sind zwar extrem ungleich verteilt, doch waren sie
das auch schon in den 90ern.
Doch was folgt jetzt daraus? Wie geht man damit um? Manche
behaupten: Ohne Ungleichheit ginge es uns allen schlechter.
Leistungsanreize, Innovation, Wachstum — alles dahin. Andere
sagen: Ungleichheit macht krank, unglücklich und frisst den
gesellschaftlichen Zusammenhalt auf.
Die neue Folge Moderne Zeiten ist ein kleines Neujahrs-Special:
Zwei herausragende Ökonomen sprechen und streiten über
Ungleichheit - und sind sich manchmal sogar erstaunlich einig:
Maximilian Stockhausen vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
und Markus Grabka vom DIW Berlin - German Institute for Economic
Research.
Weiterführende Links:
Einkommensungleichheit in der EU: Aktuelle Daten Statistisches
Bundesamt
Vermögensungleichheit in Europa: Ranking
Studie DIW Berlin: Einkommensschichten und Erwerbsformen seit
1995.
WSI-Report 2023: Einkommensungleichheit als Gefahr für die
Demokratie?
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