Israel verkündet Einnahme Süd-Libanon – Nach Anschlag auf Berliner Stromnetz: Über 500 Polizisten bei Razzien im Einsatz – US-Luftschläge Irak – EU Handelsabkommen mit Australien
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Aktuelle Nachrichten, 25. März 2026:
Razzien nach Brandanschlag auf Berliner Stromnetz:
Am Dienstagmorgen durchsuchten rund 500 Einsatzkräfte bundesweit
17 Objekte wegen des Brandanschlags auf das Berliner Stromnetz im
September 2025. Schwerpunkt war Berlin mit 14 Einsätzen, weitere
in Kyritz, Hamburg und NRW. Die Ermittlungen richten sich gegen
vier Verdächtige (28–36 Jahre), Festnahmen gab es nicht.
Sichergestellt wurden vor allem elektronische Geräte. Betroffen
waren auch Objekte der linken Szene. Ermittelt wird wegen
verfassungsfeindlicher Sabotage, krimineller Vereinigung und
Brandstiftung. Beim Anschlag wurden zwei Hochspannungsmasten
zerstört, 50.000 Haushalte und 2.000 Betriebe waren rund 60
Stunden ohne Strom, der Schaden liegt bei 30–70 Millionen Euro.
Eine linksextreme Gruppe bekannte sich auf Indymedia dazu.
Innenminister Dobrindt betonte die verstärkte Beobachtung der
Szene.
EU-Australien Freihandelsabkommen und US-Indonesien
Handelsabkommen in der Schwebe:
Nach acht Jahren haben sich EU und Australien auf ein
Freihandelsabkommen geeinigt. Australien schafft 99 % der Zölle
auf EU-Waren ab, EU-Exporte könnten um bis zu 33 % steigen.
Besonders profitieren Industriebranchen wie Maschinenbau, Chemie
und Autos. Im Gegenzug erhält die EU besseren Zugang zu
Rohstoffen wie Lithium und Seltenen Erden, um Abhängigkeiten –
etwa von China – zu verringern. Zölle auf viele Agrarprodukte
entfallen, Einschränkungen gibt es weiter beim Fleisch. Das
Abkommen muss noch ratifiziert werden. Parallel verhandeln die
USA mit Indonesien über ein Handelsabkommen. Indonesien würde
seinen Bergbausektor öffnen und Zölle weitgehend abschaffen, die
USA im Gegenzug Strafzölle senken. Zudem soll Indonesien
US-Energie im Wert von 15 Mrd. Dollar kaufen. Ziel ist es, Chinas
Einfluss zu begrenzen. Das Abkommen ist jedoch noch unsicher und
rechtlich nicht abgeschlossen.
US-Luftschläge im Irak gegen PMF-Milizen:
US-Luftangriffe haben Ziele pro-iranischer Milizen im Irak
getroffen, darunter ein PMF-Hauptquartier in Anbar. Mindestens 15
Kämpfer wurden getötet, bis zu 30 verletzt, darunter wohl auch
ein ranghoher Kommandeur. Die PMF sind Teil der irakischen
Sicherheitskräfte, bestehen aber aus schiitischen, Iran-nahen
Milizen. Vorausgegangen waren Angriffe dieser Gruppen auf
US-Ziele. Die Luftschläge gelten als direkte Reaktion und bringen
die irakische Regierung in eine schwierige Lage zwischen den USA
und dem Iran.
Israel kündigt Kontrolle südlich des Litani-Flusses an:
Israels Verteidigungsminister Israel Katz will den Südlibanon bis
zum Litani-Fluss unter Kontrolle bringen. Brücken über den Fluss
wurden teils zerstört, das Gebiet soll militärisch gesichert
werden. Eine Rückkehr vieler Bewohner sei vorerst ausgeschlossen.
Die Hisbollah kündigte Widerstand an und warnt vor einer
Bedrohung für den Libanon. Hintergrund ist eine brüchige
Waffenruhe von 2024, die den Rückzug der Miliz vorsah, aber nie
vollständig umgesetzt wurde.
Quellen:
WELT, Tagesspiegel, DPA (Thema: Razzien nach Brandanschlag auf
Berliner Stromnetz)
Reuters, ABC News, AP News, Tagesschau, ZDF (Thema: EU-Australien
Freihandelsabkommen)
Reuters, Times of Israel, Al Jazeera (Thema: US-Luftschläge im
Irak gegen PMF)
Reuters, Tagesschau, Jüdische Allgemeine, ZDF (Thema: Israel
Hisbollah Litani-Fluss Brücken und Kontrolle Südlibanon)
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