Friedensgespräche Iran? Trump verlängert Ultimatum und Brandanschlag GB – Spionagevorwurf gegen Ungarns Außenminister - Ukraine legt wichtige russische Häfen lahm – Probleme Bundeswehr
vor 6 Tagen
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Aktuelle Nachrichten, 24. März 2026:
Erheblicher Zuwachs bei der Bundeswehr – aber nach wie vor
systematische Probleme bei der Truppe:
Der Wehrbeauftragte Henning Otte hat seinen Jahresbericht 2025
vorgestellt und betont den enormen Personalbedarf der Bundeswehr.
2025 gab es mit rund 25.000 Einstellungen das stärkste Jahr seit
Aussetzung der Wehrpflicht 2011, doch die Abbruchquote liegt bei
etwa 20 Prozent und die Wartezeit bis zur Einstellung beträgt im
Schnitt 112 Tage. Um das Ziel von 260.000 aktiven Soldaten und
200.000 Reservisten bis Mitte der 2030er-Jahre zu erreichen,
müsse das neue Wehrdienstmodell greifen – reiche Freiwilligkeit
nicht, sei Wehrpflicht der nächste logische Schritt. Probleme
bestehen bei maroden Kasernen, fehlenden Kapazitäten,
Digitalisierungsrückstand und mangelnder Fitness der Rekruten.
Bundeswehrverbandschef André Wüstner kritisiert: „Es fehlt in der
Bundeswehr nahezu an allem“. Straftaten gegen die Truppe stiegen
auf indes 112, inklusive Brandanschläge und Sabotage.
Schwerwiegende Spionage-Vorwürfe gegen Ungarn:
Laut einem Bericht der Washington Post soll der ungarische
Außenminister seit Jahren vertrauliche Informationen aus
EU-Ratssitzungen an seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow
weitergegeben haben – oft per Telefon in Pausen der Treffen. Eine
Sicherheitsquelle wird zitiert: „Bei praktisch jedem einzelnen
EU-Treffen seit Jahren saß Moskau quasi mit am Tisch.“ Die
EU-Kommission nannte die Vorwürfe „äußerst besorgniserregend“ und
fordert Erklärungen. Die Bundesregierung spricht von „sehr, sehr
schwerwiegenden“ Anschuldigungen. Polens Ministerpräsident Donald
Tusk kommentierte auf X: „Wir hatten schon lange unsere
Vermutungen.“ Ungarn weist die Vorwürfe als Desinformation
zurück; Orbán wirft Abhören vor. Ungarn blockiert derzeit mit der
Slowakei einen 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine – Merz
nennt das „Akt grober Illoyalität“.
Ukrainische Drohnenschläge gegen russische Öl-Export-Häfen:
Ukrainische Drohnen haben zwei zentrale russische Öl-Export-Häfen
an der Ostsee (Primorsk und Ust-Luga) angegriffen und teilweise
lahmgelegt. In Primorsk brannten mehrere Kraftstofftanks,
Ust-Luga nahm den Export wieder auf, Primorsk bleibt geschlossen.
Primorsk hat eine Kapazität von über einer Million Barrel Rohöl
pro Tag, Ust-Luga rund 700.000 Barrel – vergleichbar mit fast der
Hälfte des deutschen Tagesverbrauchs. Die Ukraine bestätigte
Angriffe auf Primorsk und eine Raffinerie in Ufa, um Russlands
Kriegswirtschaft zu schwächen. Russland schoss landesweit 249
Drohnen ab, 35 allein über Leningrad.
Trump verlängert Ultimatum an Iran – parallel Brandanschlag in
Großbritannien:
US-Präsident Trump hat sein 48-Stunden-Ultimatum zur
vollständigen Öffnung der Straße von Hormus verlängert und
spricht von „sehr guten und produktiven Gesprächen“ mit Teheran.
Für fünf Tage ordnete er keine Angriffe auf iranische
Energieanlagen an, unter Vorbehalt weiterer Fortschritte. In 15
Punkten bestehe Einigkeit; Beteiligte waren u. a. Jared Kushner
und Steve Witkoff. Iran weist direkte Verhandlungen allerdings
zurück und feiert Trumps Schritt als Rückzieher nach eigener
Warnung. Märkte reagierten: Ölpreis fiel zeitweise um über 14
Prozent. Parallel wurde in London ein Brandanschlag auf vier
Ambulanzfahrzeuge einer jüdischen Hilfsorganisation verübt; ein
mutmaßliches Bekennerschreiben einer pro-iranischen Gruppe wird
geprüft. Anti-Terror-Ermittler sind eingeschaltet.
Quellen:
tagesschau, DIE ZEIT (Thema: Bundeswehr Jahresbericht 2025,
Wehrbeauftragter Henning Otte, Personalaufwuchs)
Washington Post, tagesschau, ZDFheute, Euronews (Thema:
Spionagevorwürfe Ungarn Außenminister Russland EU-Sitzungen)
Reuters (Thema: Ukrainische Drohnenschläge russische Ölhäfen
Primorsk Ust-Luga)
Tagesschau, WELT (Thema: Trump Ultimatum Iran Straße von Hormus,
Verhandlungen Teheran)
BBC (Thema: Brandanschlag jüdische Ambulanzen London)
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