Gute Opfer - schlechte Opfer: die Nakba-Ausstellung in München. Ein Kommentar von Jonny Rieder
vor 1 Jahr
In Millisekunden erfassen wir dargestellte Angst,…
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Beschreibung
vor 1 Jahr
In Millisekunden erfassen wir dargestellte Angst, Unrecht,
Grausamkeit und Unfrieden. Oder Schönheit, Liebe, Geborgenheit.
Heute dürfen wir unseren Augen nicht mehr trauen. Die Bearbeitung
der Bilder durch Retusche und künstliche Intelligenz manipulieren
unsere Sinne, auch der bewusste, tendenziöse Einsatz von Bildern,
beispielsweise in den Medien, täuscht unsere Wahr – Nehmung, also
die Bildung unserer eigenen Wahrheit. Zumindest im Jahr 1948 kann
man davon ausgehen, dass Retouche und Manipulation des Bildes an
sich noch nicht ausgeprägt waren. Aus dieser Zeit stammen die
Aufnahmen, die in der Ausstellung „Die Nakba. Flucht und
Vertreibung der Palästinenser 1948“ zu sehen sind. Sie werden in
der Seidlvilla vom Arbeitskreis Palästina-Israel e.V., Salam
Shalom, noch bis zum 7. Juni 2024 gezeigt. Die Seidlvilla ist als
öffentliche Einrichtung der Landeshauptstadt München (LHM)
rechtlich dazu verpflichtet, ihre Räumlichkeiten für die
Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Gerne, so eine öffentliche
Distanzierung der Landeshauptstadt München auf deren Webseite, tun
sie das nicht. Nakba heißt Katastrophe oder Unglück und erinnert an
die Vertreibung und Flucht der arabischen Plästinenser während des
Palästinakrieges zwischen 1947 und 1949 im Mandatsgebiet Palästina
und dem enstehenden Staat Israel. Rund 700.000 Menschen waren von
den Enteignungen von Land und Besitz und Kultur betroffen. Im
Geschichtsbild der Palästinenser wird die Nakba als geplante
ethnische Säuberung durch das israelische Militär bezeichnet. In
Israel wird üblicherweise von der freiwilligen Flucht von Teilen
der arabischer Bevölkerung infolge von Aufrufen arabischer
Führungspersönlichkeiten gesprochen. So zeichnet Wikipedia die
Nakba nach. Der Autor Jonny Rieder hat die Ausstellung in der
Seidl-Villa besucht und einen Kommentar verfasst, den Sabrina
Khalil für uns eingelesen hat. Foto: MiddleEastMonitor
Grausamkeit und Unfrieden. Oder Schönheit, Liebe, Geborgenheit.
Heute dürfen wir unseren Augen nicht mehr trauen. Die Bearbeitung
der Bilder durch Retusche und künstliche Intelligenz manipulieren
unsere Sinne, auch der bewusste, tendenziöse Einsatz von Bildern,
beispielsweise in den Medien, täuscht unsere Wahr – Nehmung, also
die Bildung unserer eigenen Wahrheit. Zumindest im Jahr 1948 kann
man davon ausgehen, dass Retouche und Manipulation des Bildes an
sich noch nicht ausgeprägt waren. Aus dieser Zeit stammen die
Aufnahmen, die in der Ausstellung „Die Nakba. Flucht und
Vertreibung der Palästinenser 1948“ zu sehen sind. Sie werden in
der Seidlvilla vom Arbeitskreis Palästina-Israel e.V., Salam
Shalom, noch bis zum 7. Juni 2024 gezeigt. Die Seidlvilla ist als
öffentliche Einrichtung der Landeshauptstadt München (LHM)
rechtlich dazu verpflichtet, ihre Räumlichkeiten für die
Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Gerne, so eine öffentliche
Distanzierung der Landeshauptstadt München auf deren Webseite, tun
sie das nicht. Nakba heißt Katastrophe oder Unglück und erinnert an
die Vertreibung und Flucht der arabischen Plästinenser während des
Palästinakrieges zwischen 1947 und 1949 im Mandatsgebiet Palästina
und dem enstehenden Staat Israel. Rund 700.000 Menschen waren von
den Enteignungen von Land und Besitz und Kultur betroffen. Im
Geschichtsbild der Palästinenser wird die Nakba als geplante
ethnische Säuberung durch das israelische Militär bezeichnet. In
Israel wird üblicherweise von der freiwilligen Flucht von Teilen
der arabischer Bevölkerung infolge von Aufrufen arabischer
Führungspersönlichkeiten gesprochen. So zeichnet Wikipedia die
Nakba nach. Der Autor Jonny Rieder hat die Ausstellung in der
Seidl-Villa besucht und einen Kommentar verfasst, den Sabrina
Khalil für uns eingelesen hat. Foto: MiddleEastMonitor
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