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  4. Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer - von Paul Schreyer
Als einer der ersten Künstler malte Francisco Goya (1746-1828) die
Schrecken des Krieges. Dazu übernahm er die Perspektive der Opfer
wie bei seinem Gemälde „Die Erschießung der Aufständischen am 3.
Mai 1808“. Hier werden auch keine Märtyrer geboren – es sind
namenlose Gesichter der Ohnmacht, die für immer von der Bildfläche
verschwinden, getilgt von einer Geschichte, die von den Mächtigen
geschrieben wird. Von Mächtigen, die schon immer das Recht des
Stärken angewandt haben. Die Künstler vor Goya glorifizierten und
heroisierten Kriege und Schlachten im Auftrag der Mächtigen. Gräuel
und Schrecken zeigten allenfalls Darstellungen der christlichen
Hölle – vornehmlich um die Gottesfurcht zu nähren. Goyas Gemälde
Die Erschießung der Aufständischen am 3. Mai 1808 entstand sechs
Jahre nach dem Ereignis. Etwa aus dieser Zeit stammt auch seine an
Deutlichkeit kaum zu überbietende Serie von Grafiken mit dem Titel
„Desastres de la Guerra“ („Die Schrecken des Krieges“). Und bereits
Ende des 18. Jahrhunderts erschuf Goya seine ebenfalls grafischen
Caprichos. Sie dokumentieren den gesellschaftlichen Verfall, den
Adel und Klerus in Spanien herbeigeführt hatten: Armut,
Unterdrückung, Inquisition. Aus dieser Reihe stammt auch das Bild
„Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“. Multipolar-Autor Paul
Schreyer verbindet Goyas Radierung mit dem Schlaf der Vernunft, in
den die gegenwärtige Politik und die Mainstream-Medien verfallen
sind. Paul Schreyers Text erschien zunächst beim Online-Magazin
Multipolar:
https://multipolar-magazin.de/artikel/der-schlaf-der-vernunft
Sprecher: Ulrich Allroggen Bildausschnitt: Franciscoy Goya: Der
Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer; Museo de Calcografía
Nacional, Madrid. Radio München www.radiomuenchen.net/​
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„Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer - von Paul Schreyer“

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