Die terrestrische Gemeinschaft - Ein Buch von Achille Mbembe
vor 9 Monaten
„Die Technologie neigt dazu, alle Attribute des r…
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Beschreibung
vor 9 Monaten
„Die Technologie neigt dazu, alle Attribute des religiösen Denkens,
der magischen und animistischen Vernunft und des künstlerischen
Schaffens sich allein einzuverleiben. Es ist noch nicht lange her,
als angenommen wurde, das künstliche Objekt entferne den Menschen
von der Welt. Heute ist es keine Frage der Entfernung mehr, sondern
die Frage einer möglichen Verschmelzung, da die Welt selbst dazu
neigt, künstlich zu werden.“ Das schreibt Achille Mbembe,
Historiker und Politikwissenschaftler aus Kamerun, in seinem Buch
„Die terrestrische Gemeinschaft. Technik, Animismus und die Erde
als Utopie“. Inspiration und Hoffnung findet der Autor in Afrika.
Jenem Kontinent, den unsere – je nach Blickwinkel westliche oder
nördliche – Zivilisation gerne reduziert auf Schlagwörter wie
Krieg, Hunger, Despotie, Überbevölkerung und Aberglaube. In den
alten Stammeskulturen findet Mbembe eine ganz andere Haltung, ein
ganz anderes Verständnis der Welt. Das könnte uns helfen, die Natur
nicht als Feind zu betrachten, den es zu bezwingen gilt, sondern
als Ort, an dem alles mit allem verbunden ist und niemand sich zum
Herrscher aufschwingen kann, ohne den anderen und letztlich auch
sich selbst zu schaden: „Dieser Gemeinschaft der Erde entspricht
die grundlegende Universalität aller ihrer Bewohner. Weder die
menschlichen Personen noch die anderen Wesen zusammengenommen sind
die Eigentümer der Erde. Sie sind dort Erdenbürger, insofern sie
alle in den Genuss eines unbestreitbaren Platzes auf ihr kommen.“
Unser Autor Jonny Rieder hat Mbembes Buch gelesen und darüber
nachgedacht. Sprecher: Ulrich Allroggen Bild: Verlag Matthes &
Seitz Berlin / Dirk Lebahn Radio München www.radiomuenchen.net/
@radiomuenchen www.facebook.com/radiomuenchen
www.instagram.com/radio_muenchen/ twitter.com/RadioMuenchen
https://odysee.com/@RadioMuenchen.net:9
https://rumble.com/user/RadioMunchen Radio München ist eine
gemeinnützige Unternehmung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit
unterstützen. GLS-Bank IBAN: DE65 4306 0967 8217 9867 00 BIC:
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0xB9a49A0bda5FAc3F084D5257424E3e6fdD303482
der magischen und animistischen Vernunft und des künstlerischen
Schaffens sich allein einzuverleiben. Es ist noch nicht lange her,
als angenommen wurde, das künstliche Objekt entferne den Menschen
von der Welt. Heute ist es keine Frage der Entfernung mehr, sondern
die Frage einer möglichen Verschmelzung, da die Welt selbst dazu
neigt, künstlich zu werden.“ Das schreibt Achille Mbembe,
Historiker und Politikwissenschaftler aus Kamerun, in seinem Buch
„Die terrestrische Gemeinschaft. Technik, Animismus und die Erde
als Utopie“. Inspiration und Hoffnung findet der Autor in Afrika.
Jenem Kontinent, den unsere – je nach Blickwinkel westliche oder
nördliche – Zivilisation gerne reduziert auf Schlagwörter wie
Krieg, Hunger, Despotie, Überbevölkerung und Aberglaube. In den
alten Stammeskulturen findet Mbembe eine ganz andere Haltung, ein
ganz anderes Verständnis der Welt. Das könnte uns helfen, die Natur
nicht als Feind zu betrachten, den es zu bezwingen gilt, sondern
als Ort, an dem alles mit allem verbunden ist und niemand sich zum
Herrscher aufschwingen kann, ohne den anderen und letztlich auch
sich selbst zu schaden: „Dieser Gemeinschaft der Erde entspricht
die grundlegende Universalität aller ihrer Bewohner. Weder die
menschlichen Personen noch die anderen Wesen zusammengenommen sind
die Eigentümer der Erde. Sie sind dort Erdenbürger, insofern sie
alle in den Genuss eines unbestreitbaren Platzes auf ihr kommen.“
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