Das Zensurnetz - von Multipolar

Das Zensurnetz - von Multipolar

vor 3 Monaten
Anfang 2022 warnte die Universität der englischen…
10 Minuten
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Podcast by Radio München

Beschreibung

vor 3 Monaten
Anfang 2022 warnte die Universität der englischen Stadt Northampton
ihre Studenten davor, George Orwells 1984 zu lesen. Der Roman
behandle „schwierige Themen wie Gewalt, Geschlecht, Sexualität,
Klasse, Rasse, Missbrauch, sexueller Missbrauch, politische Ideen
und anstößige Sprache“, hieß es in einem Bericht der Daily Mail.
Die seelische und geistige Gesundheit auf die sensiblen
Studentenseelen im Seminar „betreutes Denken“ stehe durch diese
Lektüre auf dem Spiel. Das tatsächliche Anliegen des universitären
Awareness-Departments verbirgt sich hinter dem Arsenal
wokeness-affiner Trigger-Punkte: Studenten mit einem Mindestmaß an
geistiger Selbstständigkeit könnten die Parallelen erkennen
zwischen Orwells 1984 und dem ebenso woken wie kaputten England der
Gegenwart. Und das ist selbstverständlich unzumutbar! Das ist nun
wirklich nicht die Aufgabe einer Universität, freies Denken zu
fördern, richtig? Für sich genommen ist diese Anekdote noch
halbwegs amüsant. Betrachten wir das gesamte Ausmaß zielgerichteter
Beeinflussung bis hin zur Entfernung von Inhalten oder
strafrechtlicher Verfolgung von Urhebern in vielen Staaten Europas,
entsteht das Bild einer mittlerweile gigantischen Zensur-Industrie
im Mantel des noblen Kampfs gegen „Desinformation” oder „Hassrede”
– worunter für die einzelnen Regierungen prinzipiell alles fällt,
was nicht ihrer Sicht auf die Dinge entspricht. Wer Netanyahu des
Völkermords bezichtigt, wer Merz, Macron oder Starmer als
Kriegstreiber bezeichnet, inkompetente Politiker als „Schwachkopf“,
von der Leyen und Selenskyj als korrupt, der landet im Visier von
Behörden, Faktencheckern, Stiftungen, regierungsfinanzierten NGOs,
Think Tanks, Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen.
Darunter sind bekannte wie die Amadeu Antonio Stiftung und weniger
bekannte wie das Aspen Institute Deutschland. Wie weit verzweigt
ist dieses Zensurnetz? Wer gehört dazu? Wer erhält für seine
Zensurbemühungen wie viel Geld aus Steuermitteln? All das hat die
Initiative Liber-net (liber-net.org) untersucht und veröffentlicht.
Im Zentrum ihres aktuellen Berichts steht - wenig überraschend -
Deutschland. Dessen Amts- und Würdenträger mahnen bekanntlich bei
jeder Gelegenheit, man müsse aus dem dunklen Kapitel 1933 bis 1945
lernen. Gelernt haben sie tatsächlich vor allem, wie man Zensur im
besten Neusprech als „Verteidigung unserer Demokratie“ verkauft.
Hören Sie dazu den Beitrag „Das Zensurnetz“, der zunächst bei
Multipolar erschienen ist:
https://multipolar-magazin.de/meldungen/0347 Sprecherin: Sabrina
Khalil Grafik (Ausschnitt): Liber-net.org Radio München
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