Erich Follath: MIT DIKTATOREN REDEN

Erich Follath: MIT DIKTATOREN REDEN

vor 1 Woche
1 Stunde 3 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche

Tessa Szyszkowitz im Gespräch mit Erich Follath
MIT DIKTATOREN REDEN





Erich Follath über seine Treffen mit Gewaltherrschern und die
Hintergründe ihres Aufstiegs und Falls.





Kann man Tyrannei und Mordlust beschreiben? Ihre Ursachen
erklären? Erich Follath, fast fünf Jahrzehnte lang Reporter und
Auslandskorrespondent von STERN, SPIEGEL und ZEIT, erzählt in
seinem neuen Buch von ungewöhnlichen Begegnungen und kontroversen
Gesprächen mit einigen der schlimmsten Politikern unserer Zeit.
Und auch von den Folgen, mit denen er bei seinen Recherchen
persönlich konfrontiert war. So heißt es schon im Vorwort: „Wie
ich einmal zum Tode verurteilt wurde – und dreizehn Jahre später
mit dem dafür verantwortlichen Tyrannen ein Interview führen
konnte.“ Der Täter war Mobutu Sese Seko, der ehemalige Präsident
des Kongo.


Follath hat Muammar al-Gaddafi in seinem Wüstenzelt besucht, er
lauschte einer privaten Gesangseinlage von Imelda Marcos, spielte
Schach mit Menachem Begin und erlebte einen Blackout mit Jassir
Arafat. Pol Pots Privatsekretär erzählte ihm beim Tee, warum er
die Witwe des Massenmörders ehelichte und dessen Tochter großzog.
Aber „Alle meine Mörder“ ist weit mehr als eine Aneinanderreihung
von verblüffenden Treffen. Der Autor hat sich auch intensiv mit
den Auswirkungen der Tyrannen beschäftigt und hat sich auf die
Spuren von Angehörigen der Täter, Weggefährten und Opfern
begeben.


 


Erich Follath war Journalist beim Stern, erlebte
als Reporter 1979 den Umsturz im Iran. 1994 wechselte er zum
Spiegel, hat 20 Jahre beim STERN und 22 Jahre für den SPIEGEL
gearbeitet, seit 2017 schreibt er für DIE ZEIT. Der promovierte
Politologe ist Autor zahlreicher Sachbücher, die zu Bestsellern
wurden, so „Das Vermächtnis des Dalai Lama“, „Die neuen
Großmächte“ und „Jenseits aller Grenzen“. Sein Buch „Alle meine
Mörder“ ist soeben im Picus Verlag erschienen.





Tessa Szyszkowitz ist Journalistin und Autorin,
sie schreibt aus London für den Falter, Tagesspiegel and NZZ am
Sonntag. Ihr jüngstes Buch: “Echte Engländer – Britannien und der
Brexit” (Picus Verlag, 2018). Sie ist Distinguished Fellow of
Rusi, the Royal United Services Institute. Sie wurde mit dem FPA
Media Award for Best Story of the Year 2025 ausgezeichnet.
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