Freispruch: zwischen Akten & Abgründen
vor 2 Wochen
Freispruch: zwischen Akten & Abgründen
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Beschreibung
vor 2 Wochen
In dieser Folge wird Justitia nicht als bronzene Statue verhandelt,
sondern als müde Kollegin, die seit Jahren Überstunden schiebt. An
meinem Mikrofon sitzt ein Mann, der ihr täglich die Akten reichte:
Jahrzehnte lang war Dr. Helmut Wlasak Strafrichter für jene Fälle,
die selbst hartgesottene Prozessbeobachter nervös schlucken ließ.
Drogen, Wirtschaftskriminalität, Mord, Totschlag &
Radikalisierung. Das ganze Inventar menschlicher Abgründe. Einst
nannte man ihn den Suchtgiftrichter, ein Titel, der klingt wie ein
Untergrund-Mythos, aber tatsächlich nur beschreibt, wie tief er
sich in Szenen eingegraben hat, die man sonst nur aus
Polizeiberichten kennt. 2013 erhielt er den Grazer
Menschenrechtspreis; ein besonderer Orden für jemanden, der täglich
über Schuld und Freiheit entscheidet, und dabei weiß, dass manchmal
beides gleich zerbrechlich ist. In unserem Gespräch öffnet er
Türen, die selten offenstehen: Wie fühlt es sich an, jemanden
schuldig zu sprechen? Wie erkennt man Wahrheit, wenn alle
Beteiligten gelernt haben, sie zu verbiegen? Wo endet
Gerechtigkeit? Dieser Talk ist kein Thriller und kein moralisches
Lehrbuch. Er ist ein Kompass für alle, die verstehen wollen, wie
unsere Gesellschaft urteilt, wie Fehler entstehen, wie
Verantwortung klingt, wenn sie nicht im Feuilleton, sondern im
Gerichtssaal ausgesprochen wird. Wer zuhört, begreift danach
besser, was Rechtsprechung wirklich bedeutet: nicht Strafen
verteilen, sondern jeden Tag versuchen, die Welt ein kleines Stück
weniger ungerecht zu machen.
sondern als müde Kollegin, die seit Jahren Überstunden schiebt. An
meinem Mikrofon sitzt ein Mann, der ihr täglich die Akten reichte:
Jahrzehnte lang war Dr. Helmut Wlasak Strafrichter für jene Fälle,
die selbst hartgesottene Prozessbeobachter nervös schlucken ließ.
Drogen, Wirtschaftskriminalität, Mord, Totschlag &
Radikalisierung. Das ganze Inventar menschlicher Abgründe. Einst
nannte man ihn den Suchtgiftrichter, ein Titel, der klingt wie ein
Untergrund-Mythos, aber tatsächlich nur beschreibt, wie tief er
sich in Szenen eingegraben hat, die man sonst nur aus
Polizeiberichten kennt. 2013 erhielt er den Grazer
Menschenrechtspreis; ein besonderer Orden für jemanden, der täglich
über Schuld und Freiheit entscheidet, und dabei weiß, dass manchmal
beides gleich zerbrechlich ist. In unserem Gespräch öffnet er
Türen, die selten offenstehen: Wie fühlt es sich an, jemanden
schuldig zu sprechen? Wie erkennt man Wahrheit, wenn alle
Beteiligten gelernt haben, sie zu verbiegen? Wo endet
Gerechtigkeit? Dieser Talk ist kein Thriller und kein moralisches
Lehrbuch. Er ist ein Kompass für alle, die verstehen wollen, wie
unsere Gesellschaft urteilt, wie Fehler entstehen, wie
Verantwortung klingt, wenn sie nicht im Feuilleton, sondern im
Gerichtssaal ausgesprochen wird. Wer zuhört, begreift danach
besser, was Rechtsprechung wirklich bedeutet: nicht Strafen
verteilen, sondern jeden Tag versuchen, die Welt ein kleines Stück
weniger ungerecht zu machen.
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