Reportage zum Swiss Game Hub (Oki Doki Gaming Club Ep 036)
vor 1 Monat
Bericht Swiss Game Hub (lang)
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Beschreibung
vor 1 Monat
Im Swiss Game Hub arbeiten über 140 Entwickler:innen. Auch gibt es
regelmässige Events wie Playtesting jeden letzten Mittwoch des
Monats. Wir waren im Februar dort und reden über Szenensupport,
Vorteile des unabhängigen Game-Entwickelns und ob das nun alles
Kunst oder Unterhaltung sei. Vor kurzem stellte jemand im Subreddit
r/switzerland die provokante Frage: “Why is the Swiss video game
industry dead?” Der Vergleich mit anderen Ländern scheint diese
Wahrnehmung zu bestätigen. In Schweden entstehen Blockbuster wie
Battlefield oder Minecraft, in Tschechien Spiele wie DayZ oder
Kingdom Come: Deliverance, und in Finnland entwickelt Remedy Hits
wie Control oder Alan Wake. In der Schweiz fällt vielen dagegen vor
allem der Farming Simulator ein. Doch dieses Bild greift zu kurz.
Abseits des Mainstreams existiert eine lebendige Indie-Szene mit
Projekten wie Mundaun, Henry Halfhead oder zuletzt Herdling. Diese
Spiele entstehen meist in kleinen Teams und mit begrenzten Budgets.
Ein zentraler Treffpunkt für diese Szene ist der Swiss Game Hub in
Zürich-Oerlikon. In einem Coworking-Space arbeiten dort über 140
Entwickler:innen aus rund 34 Studios. Neben der täglichen Arbeit
finden regelmässig Events statt, etwa monatliche
Playtesting-Abende. Dabei bringen Teams frühe Versionen ihrer
Spiele mit und testen sie gegenseitig – oft auch gemeinsam mit der
Öffentlichkeit. Der Austausch ist wichtig, denn ein Spiel zu
veröffentlichen bedeutet mehr als nur Programmieren: Marketing,
Trailer, technische Probleme und Plattformstrategien gehören
ebenfalls dazu. Gleichzeitig ist der Markt enorm dicht. Auf der
Plattform Steam erscheinen inzwischen fast 20.000 neue Spiele pro
Jahr, also über 50 pro Tag. In dieser Masse sichtbar zu werden, ist
schwierig – auch wenn einzelne Indie-Spiele immer wieder grosse
Aufmerksamkeit erreichen. Viele Schweizer Entwickler:innen arbeiten
deshalb in kleinen Teams und häufig nebenberuflich. Fördergelder
sind begrenzt, doch genau diese Situation ermöglicht oft auch
kreative Freiheit. Während grosse Studios millionenschwere
Produktionen entwickeln, bleibt die Indie-Szene experimentell und
unabhängig. Die Schweizer Gameszene ist also keineswegs tot – sie
ist nur kleiner, weniger sichtbar und stark von Zusammenarbeit
geprägt. Orte wie der Swiss Game Hub zeigen, dass sie dennoch
wächst. Mehr Informationen zum Hub und seinen Events gibt es unter
swissgamehub.com.
regelmässige Events wie Playtesting jeden letzten Mittwoch des
Monats. Wir waren im Februar dort und reden über Szenensupport,
Vorteile des unabhängigen Game-Entwickelns und ob das nun alles
Kunst oder Unterhaltung sei. Vor kurzem stellte jemand im Subreddit
r/switzerland die provokante Frage: “Why is the Swiss video game
industry dead?” Der Vergleich mit anderen Ländern scheint diese
Wahrnehmung zu bestätigen. In Schweden entstehen Blockbuster wie
Battlefield oder Minecraft, in Tschechien Spiele wie DayZ oder
Kingdom Come: Deliverance, und in Finnland entwickelt Remedy Hits
wie Control oder Alan Wake. In der Schweiz fällt vielen dagegen vor
allem der Farming Simulator ein. Doch dieses Bild greift zu kurz.
Abseits des Mainstreams existiert eine lebendige Indie-Szene mit
Projekten wie Mundaun, Henry Halfhead oder zuletzt Herdling. Diese
Spiele entstehen meist in kleinen Teams und mit begrenzten Budgets.
Ein zentraler Treffpunkt für diese Szene ist der Swiss Game Hub in
Zürich-Oerlikon. In einem Coworking-Space arbeiten dort über 140
Entwickler:innen aus rund 34 Studios. Neben der täglichen Arbeit
finden regelmässig Events statt, etwa monatliche
Playtesting-Abende. Dabei bringen Teams frühe Versionen ihrer
Spiele mit und testen sie gegenseitig – oft auch gemeinsam mit der
Öffentlichkeit. Der Austausch ist wichtig, denn ein Spiel zu
veröffentlichen bedeutet mehr als nur Programmieren: Marketing,
Trailer, technische Probleme und Plattformstrategien gehören
ebenfalls dazu. Gleichzeitig ist der Markt enorm dicht. Auf der
Plattform Steam erscheinen inzwischen fast 20.000 neue Spiele pro
Jahr, also über 50 pro Tag. In dieser Masse sichtbar zu werden, ist
schwierig – auch wenn einzelne Indie-Spiele immer wieder grosse
Aufmerksamkeit erreichen. Viele Schweizer Entwickler:innen arbeiten
deshalb in kleinen Teams und häufig nebenberuflich. Fördergelder
sind begrenzt, doch genau diese Situation ermöglicht oft auch
kreative Freiheit. Während grosse Studios millionenschwere
Produktionen entwickeln, bleibt die Indie-Szene experimentell und
unabhängig. Die Schweizer Gameszene ist also keineswegs tot – sie
ist nur kleiner, weniger sichtbar und stark von Zusammenarbeit
geprägt. Orte wie der Swiss Game Hub zeigen, dass sie dennoch
wächst. Mehr Informationen zum Hub und seinen Events gibt es unter
swissgamehub.com.
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