US-Geheimdienste: Doch kein Regime-Wechsel? – Beirut sucht Verhandlungslösung, Washington und Jerusalem lehnen ab – 60 Prozent aller Abschiebeverfahren gescheitert – Was plant Peking?
19 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 21 Stunden
Aktuelle Nachrichten, 12. März 2026:
Gescheiterte Abschiebungen in Deutschland:
Im Jahr 2025 scheiterten rund 60 Prozent aller Abschiebeversuche,
insgesamt etwa 32.900 Fälle bei nur 22.800 erfolgreichen
Abschiebungen. Häufigster Grund war, dass Betroffene an ihrer
gemeldeten Adresse nicht auffindbar waren. CDU-Politiker wie
Hessens Innenminister Roman Poseck und Sachsens Innenminister
Armin Schuster schlagen vor, in solchen Fällen Handyortung
einzusetzen, um Personen schneller zu lokalisieren und
Abschiebungen doch noch durchzuführen. Ein exemplarischer Fall
aus Köln zeigt die Dysfunktionalität: Ein Bosnier, der seit 2003
ausreisepflichtig ist, lebt weiterhin in Deutschland, ist in 147
Polizeifällen registriert und bezieht mit seiner Familie hohe
Sozialleistungen. Die schwarz-rote Bundesregierung will
Abschiebungen deutlich erhöhen, stößt aber in der Praxis auf
massive Hindernisse.
Plötzliche Pause chinesischer Militärflüge um Taiwan:
Seit Ende Februar 2026 sind chinesische Militärflugzeuge, die
jahrelang regelmäßig nahe Taiwan operierten, abrupt aus dem
Luftraum verschwunden – die längste Unterbrechung seit Beginn der
taiwanesischen Berichterstattung 2020. Analysten diskutieren
mögliche Gründe: interne Säuberungen in der PLA unter Xi Jinping,
der politische Kalender in Peking mit wichtigen Treffen,
diplomatische Rücksichtnahme vor einem möglichen Trump-Xi-Treffen
oder Vorbereitungen für Wartung, Übungen oder sogar begrenzte
Operationen. Marineaktivitäten bleiben normal, es gibt keine
klaren Hinweise auf unmittelbare Eskalation, doch die Stille
wirft Fragen auf, was in Peking vorgeht.
US-Geheimdienst: Kein Regimewechsel im Iran wahrscheinlich:
US-Geheimdienste kamen bereits vor Beginn der Operation „Epic
Fury“ zu dem Schluss, dass militärische Angriffe den iranischen
Machtapparat nicht brechen können. Selbst großangelegte Kampagnen
oder der Tod des obersten Führers würden das System nicht
stürzen, da es auf Kontinuität ausgelegt ist – etwa durch die
Islamische Revolutionsgarde und etablierte Nachfolgemechanismen.
Die Opposition ist zersplittert und unfähig, schnell die Macht zu
übernehmen. Regimewechsel gilt nicht als offizielles Ziel; Fokus
liegt auf Zerstörung von Marine, Raketen, Atomprogramm und
Proxy-Unterstützung.
Krieg gegen Iran: Fortschritte in Operation Epic Fury und
regionale Eskalation:
Das US-Militär hat über 5.500 Ziele im Iran angegriffen, darunter
mehr als 60 Schiffe; es gibt Berichte über den möglichen Einsatz
einer MOAB-Bombe gegen eine Raketenfabrik. Der libanesische
Präsident Joseph Aoun fordert Verhandlungen mit Israel über eine
dauerhafte Waffenruhe, Entwaffnung der Hisbollah und Übergabe
südlicher Gebiete an die libanesische Armee, stößt jedoch in
Washington und Jerusalem auf Skepsis. Frankreich entsendet einen
Marineverband mit zehn Schiffen in den Nahen Osten, um Schiffe
durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Die IEA empfiehlt die
Freigabe von 400 Millionen Barrel Ölreserven, Deutschland plant
19,5 Millionen Barrel. Iran droht mit Ultimaten, Schiffe wurden
angegriffen, US-Verluste: 140 Verletzte, sieben Tote.
Quellen:
tagesschau, WELT (Thema: Gescheiterte Abschiebungen und
Handyortung in Deutschland)
ASPI (Thema: Pause chinesischer Militärflüge um Taiwan)
Washington Post, New York Times, Reuters (Thema:
US-Geheimdienstanalyse zu fehlendem Regimewechsel im Iran)
Tagesschau, WELT, Reuters, CNN (Thema: Operation Epic Fury,
Angriffe auf Iran, Hormus-Eskalation und Marine-Entsendungen)
Weitere Episoden
In Podcasts werben
Kommentare (0)