Angst vor Bevölkerungsschwund: China verordnet den Kinderwunsch
Jahrzehntelang galt die strikte Ein-Kind-Doktrin. China fürchtete
sich vor Überbevölkerung. Doch inzwischen ist alles anders. Die
Bevölkerung schrumpft und die Behörden versuchen, Frauen zum
Gebären zu motivieren. Auch mit unzimperlichen Methoden.
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vor 1 Tag
Jahrzehntelang galt die strikte Ein-Kind-Doktrin. China fürchtete
sich vor Überbevölkerung. Doch inzwischen ist alles anders. Die
Bevölkerung schrumpft und die Behörden versuchen, Frauen zum
Gebären zu motivieren. Auch mit unzimperlichen Methoden. China hat
eine der tiefsten Geburtsraten der Welt. Laut Demographen kommen
auf jede Chinesin durchschnittlich nur noch 0.9 Kinder. Das ist
weniger als in den geburtenschwachen südeuropäischen Ländern. Und
weit entfernt von den 2.1 Kindern, die nötig wären, um die
Bevölkerungszahl stabil zu halten. Die Angst vor dem
Bevölkerungsschwund hat dazu geführt, dass der Staat in den letzten
Jahren den Druck auf junge Frauen stetig erhöht hat. Sie sollen
wieder mehr Kinder auf die Welt bringen. Inzwischen heisst die
offizielle Losung Drei-Kind-Politik. Die Behörden setzen auf
Anreize, locken etwa mit Geburtenzulagen und Kindergeld. Doch sie
scheuen auch nicht vor direkter Einflussnahme zurück. Verhütung
wurde verteuert, frisch verheiratete Frauen bekommen Anrufe von
Parteikadern, die sich erkundigen, wann sie endlich schwanger
würden. Viele moderne Chinesinnen aber entziehen sich der staatlich
verordneten Familienförderung. Sie wollen sich nicht in die
traditionelle Hausfrauen- und Mutterrolle zurückdrängen lassen.
sich vor Überbevölkerung. Doch inzwischen ist alles anders. Die
Bevölkerung schrumpft und die Behörden versuchen, Frauen zum
Gebären zu motivieren. Auch mit unzimperlichen Methoden. China hat
eine der tiefsten Geburtsraten der Welt. Laut Demographen kommen
auf jede Chinesin durchschnittlich nur noch 0.9 Kinder. Das ist
weniger als in den geburtenschwachen südeuropäischen Ländern. Und
weit entfernt von den 2.1 Kindern, die nötig wären, um die
Bevölkerungszahl stabil zu halten. Die Angst vor dem
Bevölkerungsschwund hat dazu geführt, dass der Staat in den letzten
Jahren den Druck auf junge Frauen stetig erhöht hat. Sie sollen
wieder mehr Kinder auf die Welt bringen. Inzwischen heisst die
offizielle Losung Drei-Kind-Politik. Die Behörden setzen auf
Anreize, locken etwa mit Geburtenzulagen und Kindergeld. Doch sie
scheuen auch nicht vor direkter Einflussnahme zurück. Verhütung
wurde verteuert, frisch verheiratete Frauen bekommen Anrufe von
Parteikadern, die sich erkundigen, wann sie endlich schwanger
würden. Viele moderne Chinesinnen aber entziehen sich der staatlich
verordneten Familienförderung. Sie wollen sich nicht in die
traditionelle Hausfrauen- und Mutterrolle zurückdrängen lassen.
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