Lüül

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Beschreibung

vor 9 Monaten
Die Liste der Bands, Projekte und Musiker*innen, mit denen der 1952
in Berlin-Charlottenburg geborene Lutz Graf-Ulbrich, genannt Lüül,
bereits zusammengearbeitet und -gespielt hat, ist lang.
Exemplarisch sei die von ihm Mitte der Sechziger mitbegründete
Gruppe Agitation Free genannt, mit der er dabei war, als auch in
Deutschland eine spannende Musik-Szene zwischen Kraut-, Prog- und
Experimental-Rock entstand, ebenso gemeinsame Konzerte und
Aufnahmen mit seiner einstigen Lebensgefährtin Nico und deren The
Velvet Underground-"Kollegen" John Cale. Langjähriges Mitwirken bei
den 17 Hippies steht ebenso in seiner Vita wie sein Engagement bei
Ash Ra Tempel bzw. deren Ablegern Ashra. Dort kreuzte er in den
Siebzigern auch die Wege eines gewissen Manuel Göttsching, was uns
quasi ins Hier und Jetzt bringt: Diesem 2022 verstorbenen Pionier
der elektronischen Musik ist Graf-Ulbrichs unlängst erschienenes
neues Solo-Album "Lüüls Lab" gewidmet. Bei einer
Gedenkveranstaltung zu Ehren Göttschings spielte Lüül das Stück
"Oasis", das die beiden ursprünglich für das gemeinsame Album
"Correlations" aufgenommen hatten. Dies war die Keimzelle, aus der
nun "Lüüls Lab" entstanden ist. Denn daraus erwuchs der Gedanke, um
dieses Stück herum ein Album mit neuen Kompositionen zu schreiben,
"das sowohl Göttschings Einfluss als auch Lüüls eigene musikalische
Vision verkörpert." Dabei beschreibt der 72-Jährige das Unterfangen
als "musikalische Abenteuerreise" in quasi unbekanntes Terrain,
denn was sein Wirken in Sachen Krautrock betrifft, sagt er: "Mein
Gitarrenspiel bei Agitation Free, Ash Ra Tempel / Ashra war ja
immer ein Produkt einer Zusammenarbeit gewesen". Erstmals in dieser
Hinsicht auf sich allein gestellt, kreierte er ein vielschichtiges
Werk, bei dem er die elektrische Gitarre ins Zentrum rückt und ihre
Klänge um elektronische Elemente ergänzt. Bei einem Konzert am 14.
Juni im Terzo Mondo am Savignyplatz wird Lüül das Album vorstellen,
bereits heute Abend sprechen wir im studioeins mit ihm darüber und
hören natürlich auch das ein oder anderen Stück live.

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