Folge 49: „Wir brauchen einheitliche Abfallende-Regelungen für Altpapier“ – Romy Kölmel und Martin Drews im Gespräch

Folge 49: „Wir brauchen einheitliche Abfallende-Regelungen für Altpapier“ – Romy Kölmel und Martin Drews im Gespräch

1 Stunde 14 Minuten

Beschreibung

vor 1 Tag
In der ersten Hälfte der aktuellen Folge dreht sich alles um neue
rechtliche Rahmenbedingungen im Abfallbereich. Julia und Tom
sprechen über Gesetzgebungsentwürfe, Rechtsgutachten und
Forderungen nach weniger strengen Vorgaben. Konkret geht es um das
vom Bundeskabinett beschlossene
Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz. Welche Änderungen gab es im
Vergleich zum vorherigen Entwurf? Und warum kommt Kritik von
Entsorgern und Kommunen? Danach steht die erweiterte
Herstellerverantwortung im Textilbereich im Fokus. Wer soll künftig
sammeln? Wer zahlt? Und wie realistisch sind die diskutierten
Sammelziele? Die beiden TrashTalker beleuchten unterschiedliche
Gutachten, diskutieren die Idee einer gemeinsamen Herstellerstelle
und schauen auf offene Punkte im angekündigten Eckpunktepapier des
Bundesumweltministeriums. Außerdem geht es um die Forderung, die
Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm zu verschieben – und um die
klare Ablehnung dieses Vorstoßes durch das Umweltministerium. Und
ein bisschen Glanz gibt es ebenfalls: In Italien wurden 20
versehentlich entsorgte Goldbarren wiedergefunden – nicht in der
Kloake, aber immerhin auf der Deponie. Im zweiten Teil rückt der
TrashTalk gemeinsam mit Romy Kölmel vom bvse und Martin Drews vom
Verband Die Papierindustrie den Stoffstrom Altpapier in den
Mittelpunkt – ein Material, das wie kaum ein anderes für
funktionierende Kreislaufwirtschaft steht. Mit einer Einsatzquote
von über 80 Prozent ist Altpapier einer der wichtigsten Rohstoffe
der deutschen Papierindustrie. Gleichzeitig lässt es sich über
viele Zyklen hinweg recyceln. Doch der Markt verändert sich. Der
Strukturwandel, sinkende Mengen grafischer Papiere, neue
Materialmischungen und innovative Verbundverpackungen stellen
Fabriken und Entsorger vor neue Herausforderungen. Im Gespräch
erklären die beiden Experten, welche Qualitätsanforderungen wichtig
sind und warum getrennte Erfassungssysteme ein entscheidender
Erfolgsfaktor sind. Auch die unterschiedlichen Regelungen in Europa
– etwa beim Thema Abfallende – kommen zur Sprache. Sie zeigen,
warum ein „Schengen-Raum für Altpapier“ mehr wäre als nur ein
schönes Bild. Die Folge macht deutlich: Der Papierkreislauf
funktioniert. Aber er braucht klare Qualitätsstandards, praktikable
Regulierung und eine europaweit konsistente Systematik im Umgang
mit dem Rohstoff.

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