226 Missbrauchssumpf Pfadfinder

226 Missbrauchssumpf Pfadfinder

In der katholischen Deutsche Pfadfinder*innenscha…
56 Minuten
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Podcast zu Religion und anderer Esoterik, über ge…

Beschreibung

vor 2 Wochen
In der katholischen Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg und
dem evangelischen Verband Christlicher Pfadfinder*innen sind
gemeinsam etwa 100.000 junge Leute engagiert. Der Plan: Kinder und
Teenager gehen gemeinsam Zelten, erleben Abenteuer und machen sich
fromme Gedanken über Jesus. Die Realität: Etwa 40% von ihnen werden
Opfer von sexuellem Missbrauch, meist sind die Täter erwachsene
Gruppenleiter oder Kirchenfunktionäre. Das zumindest haben die
beiden wissenschaftlichen Studien ergeben, die den Massenmissbrauch
innerhalb der Organisationen näher beleuchten. Der Umgang der
Kirchen mit dem Skandal ist nicht gerade vorbildlich: Während die
evangelische Kirche versucht, sich ganz still wegzuducken und die
Ergebnisse schlicht nicht beachtet, versuchen die katholischen
Pfadfinder und ihre Kirche, den – immerhin von ihnen selbst
angeheuerten – Forschenden so viele Steine wie möglich in den Weg
zu legen. Oliver führt uns durch die beiden Missbrauchsstudien –
sowohl durch die kaum beachtete evanglische Studie, als auch die zu
den katholischen Sankt-Georg-Pfadfindern. Es wird klar, warum die
katholische Kirche die Wissenschaftler:innen ausgebremst hat:
Anstatt sich auf das Studium uralter Personalakten zu beschränken,
wie beim Massenmissbrauch durch die Kirche üblich, starten die
Forschenden engagiert breit angelegte Umfragen unter aktiven und
ehemaligen Pfadfinder:innen. Kurz: Sie machen Anstalten für eine
Dunkelfeldstudie, die auch Opfer abseits der Aktenlage erfasst. Und
vor so einer Dunkelfeldstudie, das wissen wir, hat die katholische
Kirche mehr Angst als vor dem Teufel, Atheisten und Freimaurern.
Kommentare bitte unter
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