Iran: 90 % Wahrscheinlichkeit US-Militärschläge nächste Wochen – 124.000 Stellen letztes Jahr deutsche Industrie abgebaut – US-Truppen in Nigeria aktiv – Indien beschlagnahmt 3 sanktionierte Tanker
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Aktuelle Nachrichten, 20. Februar 2026:
Deutsche Industrie in der Krise – massiver Stellenabbau, aber
erste positive Signale bei Auftragseingängen:
Die deutsche Industrie leidet weiterhin unter einer tiefen
Rezession. Im Jahr 2025 wurden laut EY-Analyse auf Basis von
Daten des Statistischen Bundesamts rund 124.000 Arbeitsplätze
abgebaut, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Besonders
betroffen ist die Automobilbranche mit etwa 50.000 gestrichenen
Stellen. Seit 2019 schrumpfte die Industriebeschäftigung um knapp
266.000 Jobs. Die Umsätze sanken 2025 um 1,1 Prozent, das zehnte
Quartal in Folge mit Rückgängen. Dennoch gibt es einen
Lichtblick: Im Dezember 2025 stiegen die Auftragseingänge
saisonbereinigt um 7,8 Prozent – der stärkste Zuwachs seit
langem, getrieben vor allem durch Rüstungsaufträge und
Inlandsbestellungen. Ein breiter Konjunkturaufschwung wird jedoch
erst für 2027 erwartet.
Indien beschlagnahmt drei sanktionierte Tanker mit
Iran-Verbindungen:
Indische Behörden haben drei von den USA sanktionierte Öltanker
(Stellar Ruby, Asphalt Star und Al Jafzia) in der indischen
Wirtschaftszone westlich von Mumbai gestoppt und nach Mumbai
eskortiert. Die Schiffe wechselten wiederholt Registrierungen, um
Sanktionen zu umgehen, und zwei davon werden direkt mit dem Iran
in Verbindung gebracht. Dies gilt als Signal der Annäherung
Neu-Delhis an den Westen, insbesondere nach neuen Handelsabkommen
mit EU und USA sowie der Zusage, russische Ölimporte
einzustellen. Teheran dementiert jede Verbindung. Indien
intensiviert die Überwachung seiner Seegebiete mit zahlreichen
Schiffen und Flugzeugen, um illegale Aktivitäten zu unterbinden.
USA intensivieren Militäreinsatz in Nigeria gegen islamistische
Netzwerke:
Die Vereinigten Staaten haben rund 100 Soldaten sowie Ausrüstung
nach Nigeria entsandt, um die nigerianische Armee im Kampf gegen
Gruppen wie Boko Haram und den Islamischen Staat zu unterstützen.
Die Mission unter AFRICOM umfasst Beratung, Ausbildung und
nachrichtendienstliche Hilfe, ohne direkte Kampfeinsätze. Die
Truppen agieren unter nigerianischem Kommando. Dies baut auf
früheren US-Luftangriffen (z. B. Weihnachten 2025 in Sokoto) und
Treffen zwischen Präsident Tinubu und US-Vertretern auf. Ziel ist
die langfristige Stärkung nigerianischer Kapazitäten gegen die
destabilisierenden Extremisten im Norden und am Tschadsee.
Hohe Eskalationsgefahr im Nahen Osten – US-Militär bereit für
Schläge gegen Iran:
Nach den jüngsten Atomgesprächen in Genf spitzt sich der Konflikt
zu. Das US-Militär ist ab morgen für Angriffe auf den Iran
vorbereitet, mit einer laut Berichten 90-prozentigen
Eskalations-Wahrscheinlichkeit für militärische Aktionen in den
kommenden Wochen. Präsident Trump und Sprecherin Leavitt betonen
Diplomatie als erste Wahl, drohen aber mit Konsequenzen, falls
Teheran kein Abkommen schließt. Die USA haben ihre Präsenz massiv
verstärkt (u. a. mit Flugzeugträgern USS Abraham Lincoln und USS
Gerald R. Ford, zusätzlichen Schiffen und Kampfflugzeugen). Iran
signalisiert Gesprächsbereitschaft, lehnt aber Einschränkungen
bei Raketen und Proxys ab und bereitet sich auf einen möglichen
Krieg vor. Ein Konflikt könnte umfangreicher werden als der
2025er Zwölf-Tage-Krieg.
Quellen:
Tagesschau, WELT (Thema: Deutsche Industrie Krise, Stellenabbau
2025, EY-Studie)
Reuters, BBC, The Wall Street Journal (Thema: Indien
beschlagnahmt Iran-Tanker, sanktionierte Schiffe)
Reuters, BBC, Al Jazeera (Thema: US-Truppen in Nigeria, AFRICOM
gegen Boko Haram/ISWAP)
WELT, CNN, Reuters, The New York Times, Axios, BBC, Al Jazeera
(Thema: US-Militär bereit für Schläge gegen Iran, Eskalation
Nahost, Atomgespräche)
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