Rassismus aus der Sicht einer Betroffenen Person #102
46 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Woche
In dieser Episode des pädagogischen Duetts sprechen wir mit
Leonie über die Herausforderungen und Erfahrungen im Zusammenhang
mit Rassismus im pädagogischen Kontext, insbesondere während des
Black History Month. Wir setzen uns intensiv mit dem Thema
Alltagsrassismus auseinander und reflektieren über
internalisierte Vorurteile, die von der Gesellschaft geprägt
werden. Leonie bringt nicht nur ihre persönlichen Erfahrungen
ein, sondern auch wichtige Definitionen und der konzeptionellen
Rahmen, innerhalb dessen Rassismus im Bildungsbereich
wirkt.
Ein zentrales Thema dieser Folge ist das stille und systematische
Wirken von Rassismus in der Pädagogik. Leonie erklärt, dass
Rassismus oft unbewusst geschieht und Lernchancen und
Zugehörigkeit beeinflusst. Mit konkreten Beispielen aus ihrem
Alltag als Pädagogin zeigt sie auf, wie tief verwurzelte
Vorurteile bereits in der Kinderbildung vorhanden sind, und
betont die Notwendigkeit, mit Kindern über solche Themen zu
sprechen. Sie beschreibt Beispiele aus der Klasse, in denen
rassistische Äußerungen getätigt wurden, und wie wichtig es ist,
den Kindern eine reflektierte Sichtweise zu vermitteln.
Zudem diskutieren wir die Unterschiede zwischen Rassismus und
Fremdenfeindlichkeit und wie beide Phänomene in der Erziehung und
Bildung ineinandergreifen. Leonie gibt Einblicke in ihre eigene
schulische Laufbahn und die unterschiedlichen Erfahrungen, die
sie im mehrsprachigen und multikulturellen Klassenumfeld gemacht
hat. Sie hebt hervor, wie wichtig es ist, Mehrsprachigkeit als
Ressource zu betrachten und Kinder zu ermutigen, ihre
Herkunftssprachen zu sprechen.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das Verhältnis zwischen
Erziehern und Kindern sowie das Klima, das sie schaffen. Leonie
erfährt, wie wichtig es ist, als Pädagoge eine klare Position zu
beziehen, insbesondere wenn es um rassistische Bemerkungen geht.
Sie ermutigt dazu, respektvoll und sensibel miteinander
umzugehen, sowohl im Klassenraum als auch im Team von Kollegen.
Die Herausforderungen, die oft aus Vorurteilen und
Missverständnissen resultieren, sind nicht nur ein individuelles,
sondern auch ein gemeinsames Problem, dem man mit Bildung und
Aufklärung entgegentreten kann.
Leonie betont schließlich die historische Dimension des Rassismus
und wie diese in das heutige Bildungssystem verwoben ist. Sie
macht deutlich, dass es notwendig ist, ein Bewusstsein für die
eigene Privilegiertheit zu entwickeln und aktiv an der
Beseitigung von Diskriminierung zu arbeiten. Die Diskussion
schließt mit der Vorstellung, dass jeder Einzelne verantwortlich
ist, Rassismus nicht nur anzusprechen, sondern aktiv dagegen zu
agieren.
Das Gespräch agilelt auf die Relevanz von Literatur und
Materialien, die dazu beitragen, Diversität in den Unterricht zu
integrieren. Es wird deutlich, dass Bildungsmaterialien inklusiv
sein sollten und die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln, um
Vorurteile abzubauen und Empathie zu fördern. Abschließend ruft
Leonie dazu auf, das Bewusstsein für Unterschiede zu schärfen und
sie als Teil unserer menschlichen Erfahrung zu akzeptieren und zu
feiern.
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